Presseschau
Und ewig droht die Rezession

Die britische Volkswirtschaft steckt weiter in der Krise. Angesichts der Auswirkungen der europäischen Sparpolitik wollen immer mehr EU-Politiker die Fiskalziele aufweichen. Rückt Europa vom Konsolidierungskurs ab?
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Wieder schlechte Nachrichten aus Europa: Die britische Volkswirtschaft sank von Januar bis März laut einer ersten Schätzung des nationalen Statistikamts um 0,2 Prozent. Mit zwei Minusquartalen in Folge sei die Definition einer Rezession erfüllt, schreibt die Financial Times Deutschland.

Präziser: Für Kopfschmerzen beim britischen Premier David Cameron sorgt die „Double-Dip-Rezession“ – nach dem Konjunktureinbruch folgt der erneute Absturz, analysiert der Guardian.

Die Kollegen der britischen Financial Times entwarnen: Die Rezession sei nicht mit 2008/2009 zu vergleichen, als das Minus bei sieben Prozent über fünf Quartale gelegen habe. Auf der Suche nach den Schuldigen der Rezession zuckt der Autor mit den Schultern.

Angesichts der Auswirkungen der europäischen Sparpolitik wollten einige EU-Politiker die Fiskalziele für 2013 aufweichen, berichtet das Wall Street Journal. Die Diskussion werde in den kommenden Wochen an Fahrt gewinnen, weil die nationalen Regierungen dann der EU-Kommission ihre Haushaltspläne zur Überprüfung vorlegen müssten.

Im Spiegel sieht Wolfgang Münchau einmal mehr Kanzlerin Angela Merkel kippeln, im Gefolge von Nicolas Sarkozy. Ihre „krisenanfällige Krisenstrategie“ könnte dazu führen, dass am Rond-Point Schuman, einem Platz mitten in Brüssels Europaviertel, eine Büste Merkels aufgestellt werde – neben den Statuen jener Staatsmänner und Staatsfrauen, die seit 2010 ihren Job verloren hätten (Silvio Berlusconi, José Rodríguez Zapatero, bald auch Nicolas Sarkozy und Lucas Papademos sowie möglicherweise Mario Monti).

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