Kündigung
Wie man ein Trennungsgespräch richtig angeht

Niemand ist verpflichtet, an Gesprächen teilzunehmen, in denen es um die Beendigung seines Arbeitsverhältnisses geht. Wenn es sich trotzdem nicht vermeiden lässt, sollten Arbeitnehmer gut vorbereitet sein.
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Kein Arbeitnehmer ist verpflichtet, an Gesprächen teilzunehmen, um die Beendigung seines Arbeitsverhältnisses zu besprechen. Befindet sich die Führungskraft bereits in einem Konflikt mit seinem Arbeitgeber, ist es ratsam, nach einer Gesprächseinladung zu fragen, wer an dem Gespräch teilnehmen wird und was Thema des Gesprächs sein soll.

Wird das Gespräch aus Sicht des Unternehmens nicht als Vier-Augen-Gespräch geführt, sollte der Arbeitnehmer eine Vertrauensperson aus dem Unternehmen hinzuziehen. Klassischer Weise bieten sich Betriebsräte oder Mitglieder eines Sprecherausschusses an. Ohne Mitstreiter besteht das Risiko, keinen eigenen Zeugen für den Inhalt des Gesprächs zu haben.

Wenn der Chef die Führungskraft in einem Gespräch überraschend mit dem Wunsch nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses konfrontiert, sollte der Angestellte keinesfalls irgendetwas unterschreiben oder Zugeständnisse in irgendeine Richtung abgeben.

Das Gespräch sollte im Anschluss in jedem Fall sorgfältig protokolliert und dem Gesprächspartner per Brief der E-Mail zugeleitet werden. „Viele Führungskräfte sind zwar gewiefte Geschäftsleute, doch in eigenen Angelegenheiten unterlaufen ihnen häufig strategische Fehler“, sagt Repey. Viele Trennungskandidaten reagieren trotz aller Professionalität im Job in einer solchen Situation emotional. Entscheidend ist aber ein objektiver Blick auf die persönliche Verhandlungssituation. In der Regel lohnt daher das Engagements eines guten Fachanwaltes.

Jens Hagen
Jens Hagen
Handelsblatt / Redakteur

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