Unternehmens-Interna
Ansprechpartner für Geheimnisträger

Mitarbeiter sollten Missstände im Unternehmen am besten erst intern ansprechen, bevor sie Interna nach außen geben. Dabei ist es wichtig, den richtigen Ansprechpartner zu finden.
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Mitarbeiter sollten Interna erst dann nach außen geben, wenn sie absolut sicher sind, dass sie im Unternehmen nicht weiterkommen. Im Idealfall sollten sie die Missstände zunächst intern ansprechen. Dabei ist es wichtig, den richtigen Ansprechpartner zu finden. „Es gab Fälle in großen deutschen Konzernen, die fristlose Kündigungen aussprachen, nur weil der Mitarbeiter nicht wie vorgeschrieben den direkten Vorgesetzten, sondern unmittelbar den Vorstand informierte“, sagt Abeln.

Gerade in größeren Unternehmen sind häufig die Compliance- oder interne Revisionsabteilung die richtigen Ansprechpartner. Trotz großer innerer Anspannung sollten Mitarbeiter immer die Ruhe behalten und strategisch denken. Beleidigungen und Drohungen machen Mitarbeiter angreifbar. Provokationen des Arbeitgebers sollten ignoriert werden. „Bei vermeintlichen Ausfällen oder Nötigungen drohen fristlose Kündigungen“, sagt Abeln.

Viele Whistleblower vertrauen darauf, dass die Öffentlichkeit sie schützen wird, wenn der Skandal erst einmal bekannt wird. Doch das halten Experten für einen Trugschluss. Viele Geschichten seien zu kompliziert zu recherchieren und würden so nie an die Öffentlichkeit kommen.

Jens Hagen
Jens Hagen
Handelsblatt / Redakteur

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