Abkassieren mit Absagen
Der schlimmste Bewerber Deutschlands

PremiumEine falsche Formulierung in der Ausschreibung reichte: Ein Bewerber klagte immer wieder gegen seine Nichteinstellung – wegen angeblicher Diskriminierung. Nun steht der „AGG-Hopper“ selbst vor Gericht. Personaler können gespannt sein.

KarlsruheSelbstbewusst ist er ja, dachte Bettina Jansen*, als sie im Oktober 2011 die Bewerbung von Lars Möller* öffnete. Mehr konnte die Mitarbeiterin der Personalabteilung einer großen Wirtschaftskanzlei in Köln dem Bewerber allerdings nicht attestieren. Ihre Kanzlei suchte einen Juristen „mit überdurchschnittlich gutem Examen“, so stand es in der Stellenausschreibung. Möller hatte sein zweites Staatsexamen mit der Note „ausreichend“ abgeschlossen, schlechter ging es kaum.

Außerdem bestand seine Bewerbung aus 16 eingescannten Seiten, die alle einzeln geöffnet werden mussten. Jansen legte die seltsame Zuschrift auf den Stapel: abgelehnt.

Dreieinhalb Monate später erhielt die Kanzlei ein zweites Schreiben von Möller. Diesmal war...

 
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