Anlagebetrug in China
Bäuerin täuschte Anleger als Prinzessin

Als eine Prinzessin gab sich eine chinesische Bäuerin aus und sammelte Geld von Anlegern ein – angeblich um ihr vom Staat konfisziertes Vermögen zurückzugewinnen. Tatsächlich floss das Geld in ein Auto und eine Wohnung.

PekingEine chinesische Bäuerin soll sich als Prinzessin der Quing-Dynastie ausgegeben und Anleger dazu gebracht haben, ihr Geld für den angeblichen Kampf um konfisziertes Vermögen zu leihen. Nun soll die Angeklagte Wang Fengying wegen Betrugs für 13 Jahre und sechs Monate ins Gefängnis, wie das Bezirksgericht von Lianhu in der chinesischen Provinz Shaanxi entschied.

Wang war dort gemeinsam mit ihrer mutmaßlichen Komplizin Yang Janglin angeklagt. Beide sollen behauptet haben, Wang sei eine Prinzessin namens Changping. Sie versprachen ihren Geldgebern hohe Renditen und warben so umgerechnet rund 280.000 Euro ein, um angebliche Vermögenswerte in Milliardenhöhe vom chinesischen Staat zurückzubekommen.

Tatsächlich floss nach Feststellung des Gerichts jedoch Geld in ein schönes Auto und die Anzahlung für ein Apartment. Die Polizei stellte zudem nach eigenen Angaben bei einer Haussuchung 41 Goldbarren, Tausende gefälschte Dollar und Landkarten angeblicher Schätze sicher, die den Investoren als Sicherheit gegeben worden waren.

Die mutmaßliche Komplizin der falschen Prinzessin soll für zwölf Jahre ins Gefängnis. Beide Angeklagten wurden zudem zu rund 70.000 Euro Strafe verurteilt. Das Urteil fiel bereits am Montag.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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