Bankenverstaatlichung
Spanien will getäuschte Kleinanleger entschädigen

Viele Kleinanleger mussten im Zuge der Rettung spanischer Banken Verluste hinnehmen, weil sie zuvor über Risiken nicht richtig aufgeklärt wurden. Die Regierung will nun für eine hundertprozentige Entschädigung sorgen.
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MadridSpanien will falsch beratene Kleinanleger entschädigen, die bei der Verstaatlichung maroder Banken Verluste erlitten haben. Dabei gehe es um Fälle, in denen die Geldhäuser Kunden über die Risiken hochriskanter Finanzinstrumente getäuscht hätten, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Dienstag im Parlament.

"Wir wollen erreichen, dass die von unzulässigem Verkauf betroffenen Menschen 100 Prozent ihres Investments zurückerhalten." Konkret gehe es um Wertpapierhalter, die nicht in der Lage gewesen seien, die Komplexität von Vorzugsaktien oder schlecht besicherten Anleihen zu verstehen.

Zur Stärkung ihrer Kapitaldecke hatten viele spanische Banken nach Beginn der Finanzkrise solche Produkte aggressiv bei Privatkunden beworben, nachdem institutionelle Anleger diese nicht mehr gekauft hatten.

Im Gegenzug für Finanzhilfen von 37 Milliarden Euro für vom Staat gerettete Institute wie die größte spanische Sparkasse Bankia hatte die EU-Kommission verlangt, dass die Halter nachrangiger Bankanleihen Verluste akzeptieren müssen. Die spanischen Banken waren nach dem Platzen einer Immobilienblase tiefer in die Krise geraten.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bankenverstaatlichung: Spanien will getäuschte Kleinanleger entschädigen"

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  • Und wieder wollen Politiker von Schuldenstaaten sich mit dem Geld der deutschen Steuerzahler bei Ihre potentiellen Wähler einkaufen.

    Wann endlich hat diese unsägliche Verschwenderei ein Ende?

    Auch jeder Diktator und Kriegsverbrecher der letzten Jahrhunderte hatte immer "edle" Gründe für seine Untaten.

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