Der Streitfall des Tages
Wann die Kasse den Zahnarzt im Ausland nicht zahlt

Durch eine Zahnbehandlung im Ausland lassen sich schnell tausende Euro sparen. Doch vielfach lehnen die gesetzliche Kassen die Zahlung dafür ab. Was Versicherte bei einer Behandlung im Ausland achten sollten.
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Der Fall


Eine AOK-Versicherte erhielt aufgrund eines Heil- und Kostenplans eines deutschen Kassenarztes auch eine Genehmigung von ihrer Kasse für eine zahnprothetische Versorgung. Sie ließ sich aber erst eineinhalb Jahre später wegen der geringen Kosten in Tschechien behandeln und dort eine Zahnprothese anfertigen.

Aufgrund der vom tschechischen Zahnarzt an die AOK gestellte Rechnung, lehnte die deutsche Krankenkasse jedoch die Zahlung des Festzuschusses ab. Begründung der AOK: Die erforderliche Genehmigung sei für diese Behandlung nicht gegeben worden.

Die Relevanz

In den vielen ausländischen Zahnkliniken in Polen, Westungarn oder Tschechien ist die Behandlung sogar ohne jeden Zuschuss um 40 bis 60 Prozent billiger als in Deutschland. Das liegt an den wesentlich niedrigeren Löhnen, Mieten und Laborkosten vor Ort. Ausbildung, Laborqualität und zahnärztliche Behandlung hingegen sind oft den deutschen Standards ebenbürtig.

Weil die Kosten für Anreise wie Flugkosten und Unterkunft berücksichtigt werden müssen, hängt die Ersparnis durch eine Behandlung im Ausland sehr vom Umfang der zahnärztlichen Leistungen ab. Bei einer umfangreiche Gebisssanierung oder der Einsatz mehrerer Implantate kann der Zahn-Tourismus aber durchaus rechnen.

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