EU-Richter
Ausschluss vom Erbe ist Diskriminierung

Noch vor seinem Tod verschenkte ein Paar seinen Kindern seinen gesamten Besitz. Ein inzwischen 70-jähriger Franzose verlangte seinen Anteil daran und klagte. Das Urteil ist auch für die deutsche Rechtslage bedeutsam.

StraßburgDer Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat den Ausschluss eines unehelichen Sohnes vom Erbe seiner Mutter als Diskriminierung gerügt. Die Straßburger Richter gaben in einem Urteil am Donnerstag einem 70 Jahre alten Franzosen Recht, der offiziell als unehelicher Sohn einer verheirateten Frau anerkannt wurde. Das Urteil ist auch für Deutschland bedeutsam, wo die Rechtslage ähnlich ist. Das Menschenrechtsgericht wird zu einem späteren Zeitpunkt über eine Entschädigung für den Kläger befinden.

Die Mutter des Klägers hatte mit ihren Ehemann zwei Kinder, denen das Paar noch vor seinem Tod seinen gesamten Besitz als Schenkung vermachte. Nach dem Tod der Mutter verlangte der...

 
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