Klage wirkungslos
Keine Unfallrente nach Alkoholfahrt

Einer Witwe wurde die Unfallrente verweigert, da ihr Mann unter Alkohol ums Leben kam. Die Frau klagte gegen das Urteil - und blieb um Unrecht. Auch wenn Trinken in der Firma wohl toleriert hatte.

DarmstadtDie Berufsgenossenschaft zeigte kein Mitleid. Ein 30-jähriger Familienvater war auf dem Heimweg von der Arbeit tödlich verunglückt. Wegen der gemessenen 2,2 Promille Alkohol im Blut lehnte die Genossenschaft die Zahlung einer Unfallrente ab. Die Ehefrau des Verstorbenen akzeptierte dies nicht. Die Firma habe Alkoholkonsum auf der Arbeit toleriert, Trinken sei dort üblich gewesen.

Das hessische Landessozialgericht gab der Genossenschaft recht. Alkoholmissbrauch sei eine eigenverantwortliche Schädigung, urteilten die Richter. Der Arbeitgeber hätte seine Fürsorgepflicht nur verletzt, wenn er den Alkoholkonsum geduldet und keine Vorkehrungen gegen das Autofahren im verkehrsuntüchtigen Zustand getroffen hätte. Doch es gab im Betrieb ein Alkoholverbot, eine entsprechende Betriebsvereinbarung und bereitgestellte alkoholfreie Getränke (Az.: L 9 U 154/09).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%