Premium Koalitionsvertrag Union und SPD nehmen korrupte Firmen ins Visier

In Deutschland gibt es, anders als zum Beispiel in den USA kein Unternehmensstrafrecht. Das soll sich laut Koalitionsvertrag ändern. Künftig sollen nicht nur Privatpersonen, sondern auch Firmen sanktioniert werden.
Immer wieder Ungleichbehandlung von Unternehmen. Quelle: dpa
Göttin der Gerechtigkeit

Immer wieder Ungleichbehandlung von Unternehmen.

(Foto: dpa)

BerlinHärter gegen Wirtschaftskriminalität vorgehen zu wollen, das kündigen Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag an. Es solle sichergestellt werden, dass grundsätzlich auch die von Fehlverhalten von Mitarbeitern profitierenden Unternehmen „stärker sanktioniert werden“, heißt es in dem Papier. „Wenn Großkonzerne Geldbußen aus der Portokasse bezahlen können, ändern sie ihr Verhalten nicht“, begründete Unterhändler und rechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, den Vorstoß. Ziel sei es, ein neues Gesetz mit Elementen des Strafrechts zu schaffen, um Unternehmen stärker in die Verantwortung zu nehmen, sagte Fechner dem Handelsblatt. Verstöße würden zudem in einem Register festgehalten, Unternehmen folglich an den Pranger gestellt.

 
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