Premium Manager-Haftpflicht Keine Deckung für „verbotene Zahlungen“ bei Insolvenzreife

Stellen Manager nicht rechtzeitig Insolvenzantrag, rutschen sie schnell in ein großes Haftungsrisiko. Neuerdings lehnen Versicherer den D&O-Schutz in solchen Fällen häufig ab und berufen sich auf ein bislang unveröffentlichtes Urteil.
Geschäftsführer fallen aus allen Wolken. Quelle: dpa
Statue der Justitia

Geschäftsführer fallen aus allen Wolken.

(Foto: dpa)

BerlinEs ist nicht ungewöhnlich, dass selbst gewissenhafte Firmenlenker zu spät erkennen, dass ihr Unternehmen insolvenzreif ist. Die Materie ist komplex, selbst Berater brauchen etwas, um das Zahlenwerk zu durchdringen. Doch stellt der Geschäftsführer oder Vorstand nicht rechtzeitig den Insolvenzantrag, ist er schon in ein großes Haftungsrisiko gerutscht: Er muss der Gesellschaft sämtliche Zahlungen erstatten, die er nach dem eigentlichen Eintritt der Insolvenzreife noch gebilligt hat. Es handelt sich um „verbotene Zahlungen“. Schließlich soll die Insolvenzmasse für die Gläubiger geschützt werden – so will es das GmbH- und Aktiengesetz.

Es geht schnell um Millionen

 

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