Musterverfahren
Einer für alle, alle für einen

PremiumEin Fehler – Hunderte Klagen. Das Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) kann das verhindern. Einer klagt für alle. Für Anwälte ist es jedoch ein zweischneidiges Schwert.

In der Praxis gilt: Sobald mindestens zehn Schadensersatzprozesse vor Landgerichten in die Wege geleitet worden sind, kann ein Musterverfahren nach dem KapMuG beantragt werden. Bei Erfolg wird das Musterverfahren ins Klageregister eingetragen, welches im elektronischen Bundesanzeiger einsehbar ist. Das Musterverfahren unterbricht alle gleich gelagerten Verfahren. Einer der Kläger muss das Musterverfahren durchlaufen, das dann sofort vor einem Oberlandesgericht geführt wird. Für die übrigen bleibt das Kostenrisiko auf die erste Instanz, also das Landgerichtsverfahren beschränkt.

Bei einem Streitwert von 22 000 Euro muss ein Kläger an Kosten für Gericht und eigenen Anwalt in der ersten Instanz rund 2 200 Euro einkalkulieren. Würde er...

 
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