Neue EU-Rechtsreform
Gut für den Gründergeist – oder die Geldwäsche?

PremiumMit der Ein-Personen-Gesellschaft will Brüssel den Gründergeist stärken. Doch die neue Rechtsform wird noch auf sich warten lassen, die Verhandlungen darüber stocken. Experten sehen das Vorhaben ohnehin kritisch.

Berlin Anders als geplant, wird sich das Europäische Parlament in diesem Jahr nicht mehr mit der Ein-Personen-Gesellschaft (Societas Unius Personae, kurz SUP) befassen. Das bestätigten die Fraktionen der Christdemokraten und der Sozialdemokraten auf Anfrage. Hintergrund ist ein noch ausstehender Bericht des federführenden Rechtsausschusses. Die Mitglieder können sich demnach auf keine gemeinsame Haltung einigen. Zuvor hatte der Beschäftigungsausschuss die neue Rechtsform für Firmengründer abgelehnt, der Binnenmarktausschuss hatte zugestimmt. Im Moment gibt es keinen Zeitplan mehr für das Vorhaben.

Mit der Ein-Personen-Gesellschaft will Brüssel Gründung und Haftung in der Europäischen Union vereinheitlichen. Das soll den Gründergeist stärken und es kleinen und mittleren...

 
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