Reform des Zahlungsverkehrs
IBAN, die Schreckliche

Der Countdown läuft: In wenigen Monaten werden die nationalen Überweisungen und Lastschriften in der Europäischen Union durch ein neues Verfahren ersetzt. Womit Bankkunden und Unternehmer rechnen müssen.
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DüsseldorfSepa? Das ist doch die Sache mit der langen Kontonummer! Ja, aber dahinter steckt noch mehr. In gut neun Monaten werden nationale Überweisungen und Lastschriften in der EU und einigen weiteren Staaten endgültig auf das einheitliche Sepa-Verfahren umgestellt.

Das funktioniert jedoch nicht automatisch, neben den Banken müssen sich insbesondere Unternehmen darauf vorbereiten. Doch immer neue Studien warnen, dass viele Firmen Sepa nicht ernst genug nehmen und die Zeit knapp wird. Handelsblatt Online zeigt, was Unternehmen und Verbraucher tun müssen und erklärt, ob es wirklich Grund zur Panik gibt.

Sepa, den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, gibt es eigentlich schon seit fünf Jahren. Doch praktische Auswirkungen sind bislang kaum zu spüren. In die Schlagzeilen schaffte es hauptsächlich die neue europaweit einheitliche Kontonummer IBAN. Diese wurde wegen ihrer 22 Ziffern zwischenzeitlich gerne als „IBAN, die Schreckliche“ verschrien. Sie setzt sich aus der bisherigen Kontonummer, der Bankleitzahl und zwei Prüfziffern zusammen. Neu ist auch die internationale Bankleitzahl BIC, die jedoch nur in einer Übergangsphase genutzt wird.

Für Verbraucher ändert sich mit der Umstellung zum 1. Februar 2014 nicht viel. Die Banken sind gut vorbereitet, beim Zahlungsverkehr dürfte es nach Meinung von Expertem also keine Probleme geben. Verbraucher müssen ab dann lediglich die neuen Kontonummern verwenden. Diese kamen bisher meist nur bei Transfers auf ausländische Konten zum Einsatz. Für Unternehmen, Behörden und Vereine wird es komplizierter: Zwar dürfte die Sepa-Überweisung auch ihnen kaum Probleme bereiten. Doch die Sepa-Lastschrift erfordert einige Vorbereitungen.

„Die Sepa-Basis-Lastschrift folgt einer anderen Logik als die bisher in Deutschland verwendete Lastschrift im Einzugsermächtigungsverfahren“, sagt Christian Bruck, Partner bei der Unternehmensberatung BearingPoint. Aktuell funktioniert die Lastschrift so: Der Gläubiger reicht sie bei seiner Bank ein. Der Gegenwert wird seinem Konto gutgeschrieben, die Lastschrift wird an die Bank des Zahlungspflichtigen weitergeleitet und das Konto des Zahlungspflichtigen am gleichen Tag belastet.

Die Sepa-Basis-Lastschrift hingegen muss bei einer ersten oder einmaligen Lastschrift mindestens fünf Bankarbeitstage vor Fälligkeit bei der Zahlstelle vorliegen. Bei einer Folgelastschrift sind es zwei Tage. Außerdem muss dem Zahlenden mindestens 14 Kalendertage vor Fälligkeit eine Information (Pre-Notification) über den Einzugsbetrag und das Einzugsdatum zugesendet werden. „Das ist insbesondere für Unternehmen, die monatlich wechselnde Beträge einziehen, eine Herausforderung. Über Anpassungen in ihren Geschäftsbedingungen können Unternehmen die Vorlagefrist allerdings verkürzen“, sagt Bruck.

Kommentare zu " Reform des Zahlungsverkehrs: IBAN, die Schreckliche"

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  • NEIN, der Hintergrund ist der, dass dann wirklich alles in Europa über Swift läuft und der Geheimdienst ab dann auch innerhalb der Länder die Zahlungen verfolgen kann. Wegen Terrorabwehr und so, aber eigentlich um herauszufinden, wo noch wieviel Geld fliesst (Cash-Flow), damit man leichter die noch lohnenden Übernahmeziele in Europa bestimmen kann bzw. welche Unternehmen unter Druck gesetzt werden können, um noch Kohle abzuziehen. Wir nämlich langsam eng das Spiel. Deswegen verlagert sich die Mafia auch immer mehr in die Politik...


  • Der Deutsche Michel weiss ja noch nichtmal, dass es ne IBAN und BIX gibt !!! Das diese schon seit längerer Zeit auf dem Kontoauszug steht bzw. bald auf den neuen Karten (bei Sparkassen) und im OnlineBanking !! Wie idiotensicher soll man es denn noch machen ?! Am besten an die Stirn tackern ! Aber das ist so bei einem Volk, dass Bankleitzahl und die eigene Kontonummer nicht kennt.

  • Guten Abend,
    da ja nichts so heiß gegessen wird wie gekocht, finde ich keine Gefahr in Verzug. SEPA Firmen Lastschrift gilt NICHT für Verbraucher. Das bedeutet jeder Ottonormalverbraucher kann nach wie vor einer unberechtigten Abbuchung widersprechen.

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