Ulrich Kelber
„Anbieter und Anleger sind oft nicht auf Augenhöhe“

PremiumDie Bundesregierung will den grauen Kapitalmarkt nicht austrocknen, aber die Spielregeln verschärfen. Warum das nötig ist, erklärt der Staatssekretär im Ministerium für Verbraucherschutz im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Der Tag, an dem sich das Handelsblatt mit Ulrich Kelber für ein Interview verabredet hat, ist hektisch für den Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Der Bonner SPD-Politiker muss in den Finanzausschuss, der allerletzte Änderungen am Kleinanlegerschutzgesetz vornehmen will, das der Bundestag einen Tag später, an diesem Donnerstag, beschließt. Bis kurz vor Beginn ist nicht klar, ob das Gespräch im Abgeordnetenbüro stattfindet oder im Ministerium. Schließlich wartet Kelber in der Mohrenstraße, dem Sitz des Ministeriums für Justiz und Verbraucherschutz. Trotz des Chaos’ ist er hochkonzentriert.

Herr Kelber, wohl kaum ein anderes Land verzeichnet mit schöner Regelmäßigkeit Anlagebetrugsfälle wie...

 
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