Untreue: Die erstaunliche Karriere des Paragrafen 266

Untreue
Die erstaunliche Karriere des Paragrafen 266

PremiumAuch vor einigen Jahren machten Manager Fehler. Doch wenige landeten deshalb gleich vor Gericht. Seit der Jahrtausendwende hat sich das grundlegend geändert.

Das Gesetz gegen Untreue ist schon mehr als 80 Jahre alt. Doch erst in jüngster Zeit hat der Paragraf 266 des Strafgesetzbuches eine ungewöhnliche Karriere hingelegt. Denn seit kurzem erweist sich der Vorwurf, „fremde Vermögensinteressen“ „missachtet“ oder gar „verletzt“ zu haben, als schärfste Waffe der Strafjustiz gegen Wirtschaftsführer.

Alle Versuche, mit anderen Rechtsmitteln einem Vorstand, Geschäftsführer oder Aufsichtsrat beizukommen, erwiesen sich oft als erfolglos. Einen Betrug als wesentlich schwerwiegenderes Delikt nachzuweisen, gilt als fast unmöglich. Denn selbst bereichern wollen sich die wenigsten. Nicht einmal dem früheren Arcandor-Chef Thomas Middelhoff kann man unterstellen, er habe den maroden Warenhauskonzern gezielt ausplündern...

 
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