Au-Pair und Kita
So viel zahlt der Fiskus für Kinderbetreuung

Muss sich der Fiskus vollständig an den Kosten für die Kinderbetreuung beteiligen? Nein, sagt der Bundesfinanzhof. Doch engagierte Eltern fragen nun das Bundesverfassungsgericht. Was Betroffene jetzt tun können.
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DüsseldorfKinder kosten viel Geld, doch der Staat greift den Familien unter die Arme. Zum Beispiel bei den Kosten für die Kinderbetreuung, diese können Eltern steuerlich absetzen. Das ist allerdings immer an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. So war es auch in einem aktuellen Streitfall, der sich auf das Steuerjahr 2008 bezieht.

Bei der damaligen Gesetzeslage hatten verheiratete Eltern folgende Möglichkeiten, um die Kosten bei der Steuererklärung geltend zu machen:

  • Werbungskosten: für Kinder bis 14 Jahre, wenn beide Eltern erwerbstätig waren. Der Abzug war auf zwei Drittel der tatsächlichen Kosten, höchstens jedoch 4000 Euro begrenzt.
  • Sonderausgaben: zwei Drittel der Kosten, höchstens 4000 Euro je Kind im Alter zwischen drei und sechs Jahren – des Weiteren für Kinder bis zum 14. Lebensjahr, wenn ein Elternteil erwerbstätig und der andere in Ausbildung oder krank war oder wenn sich beide Elternteile in Ausbildung befanden oder krank waren.
  • Außergewöhnliche Belastung: bei Beschäftigung einer Haushaltshilfe wegen Krankheit des Steuerpflichtigen oder eines Kindes.
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen: 20 Prozent der Lohnkosten, höchstens 600 Euro pro Jahr.

Besondere Konstellation im Streitfall
In dem Streitfall lag eine besondere Konstellation vor. Die Eheleute hatten drei Kinder unter vier Jahren, nur der Ehemann war berufstätig, und für die Betreuung der Kinder hatten sie zusätzlich ein Au-Pair-Mädchen engagiert. In ihrer Einkommensteuererklärung für das Jahr 2008 machten sie folgende Betreuungskosten geltend: 2325 Euro Kindergartenbeiträge, 662 Euro für eine Spielgruppe und 3842 Euro für das Au-Mädchen. In Summe machte das 6829 Euro.

Mit Blick auf die Gesetzeslage stellte das Finanzamt aber eine andere Rechnung auf. Zwar berücksichtigte es die Kosten für den Kindergarten und die Spielgruppe vollständig (2987 Euro), die Kosten für das Au-Pair-Mädchen indes nur zu einem Drittel (1280 Euro). In Summe machte das 4267 Euro, von denen das Amt – wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben – nur zwei Drittel als Sonderausgaben zuließ, also 2844 Euro. Für die Au-Pair-Ausgaben gestand das Finanzamt zusätzlich noch eine Steuerermäßigung für eine haushaltsnahe Dienstleistung (600 Euro) zu.

Die Eltern waren aber weder mit dieser Rechnung noch der Begründung einverstanden und klagten auf volle Anerkennung der Au-Pair-Aufwendungen. Außerdem meldeten sie Zweifel an, ob die Beschränkung des Abzugs der Kosten verfassungsgemäß ist.


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Kommentare zu " Au-Pair und Kita: So viel zahlt der Fiskus für Kinderbetreuung"

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  • Den größten Teil der Kinderbetreuungskosten zahlt ohne bereits der Steuerzahler.

    Und magisch Begabte dürfen dabei die Vermehrung der triebgesteuerten, irrational handelnden Muggels noch mit finanzieren.

    Es wird Zeit, aus dem Muggel-System auszubrechen.

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