Ausdehnung der Entscheidung auf Dinge wie Hausrat und Kleidung
Zerstörter Hausrat nicht stets absetzbar

Die Kosten für die Wiederbeschaffung zerstörter Vermögensgegenstände können bei Fehlen einer Versicherung nicht als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden.

HB/mkm MÜNCHEN. Diese Rechtsprechung hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem jetzt veröffentlichten Urteil bestätigt und sogar auf lebensnotwendige Dinge wie Hausrat und Kleidung ausgedehnt.

Der Entscheidung lag der Fall zugrunde, dass in Folge eines durch Blitzschlag verursachten Wasserrohrbruchs Hausratsgegenstände und Kleidung der Klägerin beschädigt wurden. Die Wiederbeschaffungskosten betrugen 34 000 DM. Da die Klägerin keine Hausratversicherung abgeschlossen hatte, musste sie selbst für den Schaden aufkommen. Das Finanzamt erkannte die Aufwendungen nicht als außergewöhnliche Belastung an.

Das Finanzgericht gab der hiergegen gerichteten Klage teilweise statt. Auf die Revision des Finanzamts hob der BFH das Urteil auf und wies die Klage ab. Zur Begründung führte der BFH aus, die Anerkennung scheitere an dem Erfordernis der Zwangsläufigkeit.

Aufwendungen entstünden dem Steuerpflichtigen nur dann zwangsläufig, wenn er eine Hausratversicherung abgeschlossen habe und die notwendigen Wiederbeschaffungskosten die Versicherungsleistungen überstiegen.

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