Steuern
Energierecht

BGH-Urteil v. 27.4.2005 - VIII ZR 140/04



BGB §§ 683 Satz 1, 681 Satz 1, 254 Abs. 2 Satz 2, 278

Die Notversorgung mit Strom zum Allgemeinen Tarif durch den Energieversorger, der nach § 10 EnWG die Versorgung von Letztverbrauchern durchzuführen hat, entspricht auch bei einem Abnehmer, der einen energieintensiven Gewerbebetrieb führt, dessen Interesse und mutmaßlichen Willen, wenn sein Vertragspartner, mit dem er einen Stromlieferungsvertrag geschlossen hat, ihn pflichtwidrig nicht beliefert und andernfalls eine Unterbrechung der Stromversorgung eintreten würde.
Ein Schadensersatzanspruch des Abnehmers wegen Verletzung der den Energieversorger gem. § 681 Satz 1 BGB treffenden Pflicht, ihm die Aufnahme der Notversorgung anzuzeigen, sobald dies tunlich ist, ist nicht wegen eines Mitverschuldens nach § 254 Abs. 2 Satz 2, § 278 BGB gemindert, weil der Vertragspartner des Abnehmers es unterlassen hat, die Stromversorgung vertragsgemäß durchzuführen (im Anschluss an BGH-Urteil vom 26. 1. 2005 - VIII ZR 66/04, DB 2005 S. 1273).

(BGH-Urteil vom 27.4.2005 - VIII ZR 140/04)



Quelle: DER BETRIEB, 17.06.2005

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