Expertenrat
Garantiezertifikate zur Verrechnung

Künftig können Anleger Kursgewinne aus Garantiezertifikaten mit Verlusten aus Aktienverkäufen verrechnen. Jochen Busch, Steuerberater in der Kanzlei RP Richter & Partner in München, erklärt im Kurzinterview die Zusammenhänge.

Herr Busch, wer beim Verkauf von Wertpapieren Verluste macht, kann sie derzeit in der Steuererklärung nur von Spekulationsgewinnen abziehen. Welche Folgen hat das?

Häufig können Anleger ihre Verluste erst Jahre später steuerlich geltend machen, wenn sie wieder einen Spekulationsgewinn erzielen. Schlimmstenfalls wird der Verlust nie genutzt.

Bleibt es bei den strengen Regeln?

Nicht ganz. Zwar dürfen Spekulationsverluste bei der ab 2009 geltenden Abgeltungsteuer nicht wie ursprünglich geplant von Zinsen oder Dividenden abgezogen werden. Aber immerhin gibt es künftig einige zusätzliche Kapitaleinkünfte, mit denen Verluste verrechnet werden dürfen.

Welche sind das?

Zum Beispiel Kursgewinne mit Finanzinnovationen, also etwa Garantiezertifikaten. Bei diesen Papieren besteht der Ertrag bei Ablauf oder Verkauf neben einer Zinskomponente zusätzlich oft aus einem Kursanstieg. Diesen können Anleger künftig mit Verlusten aus Aktienverkäufen verrechnen.

Was raten Sie Anlegern, die auf Verlusten sitzen?

Wer jetzt die richtigen Garantiezertifikate kauft, erhöht die Chance, nach 2008 Kursgewinne einzufahren und offene Verluste verrechnen zu können.

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