Fehlerhafte Rechnung
So retten Sie den Vorsteuerabzug

Wenn Rechnungen fehlerhaft sind, kann das den Vorsteuerabzug kosten. Was Selbständige tun sollten, wenn sie einen Fehler im Rechnungsschreiben entdecken und wie sie sich dann noch den Steuervorteil sichern.
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MünchenWo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Bei Selbstständigen kommt es immer mal wieder vor, dass Rechnungen korrigiert werden müssen. Mal handelt es sich nur um einen Schreibfehler – oder aber der Betrag muss aufgrund eines Rabatts geändert werden. Häufig dreht es sich jedoch um die Pflichtangaben, die das Umsatzsteuerrecht für eine Rechnung vorschreibt. Ohne diese Pflichtangaben können Unternehmer die Mehrwertsteuer aus den Eingangsrechnungen von Lieferanten und Dienstleistern nicht von ihrer eigenen Umsatzsteuerlast abziehen.

Daher sollten Selbstständige die Rechnungen, die sie bekommen, immer ganz genau prüfen, ob alle erforderlichen Angaben enthalten sind. Dazu zählen bei einem Rechnungsbetrag oberhalb von 150 Euro:

  • Name und Adresse des leistenden Unternehmers
  • Name und Adresse des Kunden
  • Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmens
  • Ausstellungsdatum
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Menge und Art der Lieferung oder Leistung
  • Zeitpunkt/Zeitraum der Leistung
  • Nettoentgelt
  • Minderung des Entgelts
  • Umsatzsteuersatz und Umsatzsteuerbetrag (so man umsatzsteuerpflichtig ist)

Sollte eine Pflichtangabe fehlen oder falsch sein, kann ein Berichtigungsdokument erstellt werden. In diesem Schreiben muss die ursprüngliche Rechnungsnummer und das Datum angegeben werden. Denn eine Rechnungsberichtigung setzt laut Bundesfinanzhof voraus, dass es eine erstmalige Rechnung gegeben hat. Diese Regelung wiederum wirkt sich nach Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs so aus, dass eine Berichtigung auf den Zeitpunkt zurückwirkt, zu dem die Rechnung ursprünglich ausgestellt wurde.

Seite 1:

So retten Sie den Vorsteuerabzug

Seite 2:

Bundesfinanzhof ändert seine Rechtsprechung

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