Ferienjob
So bleibt das Extra-Taschengeld steuerfrei

Die Sommerferien gehören für viele Schüler und Studierende zur schönsten Zeit des Jahres. Zum Teil auch, weil sie dann ihr erstes eigenes Geld verdienen können. Wann der Fiskus das zusätzliche Taschengeld verschont.
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DüsseldorfSie helfen im Café aus oder in der Fabrik, tragen Zeitungen aus oder engagieren sich als Babysitter: Die Sommer- und Semesterferien nutzen viele Schüler und Studierende, um ihr Taschengeld aufzubessern und einige Euro mehr aufs Konto zu bekommen. Ab dem 15. Lebensjahr dürfen Jugendliche vier Wochen während der Ferien arbeiten – bis zu 40 Stunden in der Woche. Kinder, die älter sind als 13, dürfen sich etwas dazu verdienen, wenn die Eltern zustimmen und die Arbeit eine leichte Tätigkeit ist.

Wie vom verdienten Zusatzlohn auch etwas übrig bleibt, erklärt das Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in einer aktuellen Broschüre. Demnach zahlen die meisten Ferienjobber letztlich überhaupt keine Steuern. Sie müssen ihrem Arbeitgeber nur einige Angaben mitteilen:

• die Steuer-Identifikationsnummer,
• das Geburtsdatum und
• die Auskunft darüber, ob es sich um das erste Beschäftigungsverhältnis handelt.

Anhand dieser Informationen kann der vorübergehende Chef die notwendigen Daten für den Lohnsteuerabzug beim Finanzamt elektronisch abrufen. Am Ende gibt es dann eine Bescheinigung vom Arbeitgeber, wie viel Steuern und gegebenenfalls Sozialversicherung abgezogen wurde.

Am Ende des Jahres können auch Ferienjobber eine Steuererklärung machen – und sich damit möglicherweise zu viel gezahlte Steuer beim Finanzamt zurückholen. Als Faustformel für das Jahr 2015 nennt das Landesfinanzministerium in Düsseldorf einen Bruttoarbeitslohn von 11.415 Euro. Bis zu diesem Jahresbetrag fallen in der Steuerklasse I überhaupt keine Steuern an.

Natürlich können auch Schüler und Studierende notwendige Ausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Ohne weitere Angaben berücksichtigt der Sachbearbeiter beim Finanzamt bereits eine Pauschale von 1000 Euro Werbungskosten. Wer höhere Kosten hat, sollte diese angeben – zum Beispiel für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Kosten für ein Erststudium können als Sonderausgaben angesetzt werden – allerdings beschränkt auf einen Höchstbetrag von 6000 Euro. Vordrucke und Anleitungen für die Steuererklärung können sich Ferienjobber im Internet herunterladen www.formulare-bfinv.de.

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