Finanzgericht verneint Werbungskosten
Kein Steuerabzug für Firmen-Darlehen

Gewährt der Geschäftsführer einer GmbH mehrere Darlehen, um seinen Arbeitsplatz zu erhalten, kann er den Gesamtsaldo gegenüber dem Finanzamt nicht als Werbungskosten steuermindernd geltend machen, wenn die Gesellschaft, an der er zugleich beteiligt ist, später insolvent wird.

HB/crz GARMISCH. Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Schleswig-Holstein hervor. Dies gilt laut Urteil jedenfalls dann, wenn sein Anteil an der Gesellschaft über zehn Prozent beträgt. In einem solchen Fall sei nämlich regelmäßig davon auszugehen, dass die Stützungsmaßnahmen zu Gunsten der Gesellschaft durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst seien und nicht in erster Linie dem Erhalt des Arbeitsplatzes dienten.

Im Urteilsfall hatte der Geschäftsführer der GmbH etwa 75 000 Euro als Darlehen gewährt, er selbst verdiente jährlich rund 60 000 Euro. Das Finanzamt erkannte seine Verluste nicht an.

FG Schleswig-Holstein, Az.: 3 K 50163/03

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