Garten- und Reinigungsarbeiten
Auch Gemeinschaft darf Dienstleistungen absetzen

Lange war unklar, ob Eigentümergemeinschaften die Steuervorteile bei "haushaltsnahen Dienstleistungen" wie Garten- oder Reinigungsarbeiten in Anspruch nehmen dürfen. Das ist jetzt anders, erklärt Heiner Röttger, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei HLB Dr. Schumacher & Partner.

Herr Röttger, wie ist die Rechtslage?

Das Bundesfinanzministerium hat jetzt klargestellt, dass Eigentümern die Steuervorteile auch dann zustehen, wenn der Auftraggeber die Gemeinschaft war. Einige Finanzgerichte haben das bisher anders gesehen. Die Regelung gilt rückwirkend ab 2003. Wer rechtzeitig Einspruch gegen seinen Steuerbescheid eingelegt hat, kann deshalb nachträglich profitieren. Das gilt übrigens auch für Mieter.

Welche Ausgaben sind absetzbar?

Beschäftigt die Gemeinschaft eine Putzhilfe oder einen Gärtner, sind 20 Prozent des Arbeitslohns absetzbar, maximal 600 Euro pro Eigentümer und Jahr. Betroffene müssen dem Finanzamt eine Kopie der Jahresabrechnung vorlegen, in der aufgelistet ist, wie viel die Gemeinschaft gezahlt hat und wie viel davon gemäß der Eigentumsanteile auf sie entfällt.

Wie sieht es bei Aufträgen an Handwerker aus?

Hier gilt ab 2006: Eigentümer dürfen 20 Prozent des anteiligen Lohns absetzen - egal, ob die Gemeinschaft Auftraggeber war. Den Steuervorteil gibt's zusätzlich.

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