Geldanlage & Börse
Steuerfalle: Kürzung des Sparer-Freibetrags hat unangenehme Folgen

Bestimmte Sparbriefe und Bundesschatzbriefe könnten sich in Zukunft als regelrechte Steuerfallen erweisen. Hintergrund ist nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Banken die geplante Kürzung des Sparer-Freibetrags. Diese werde dazu führen, dass bereits kleine Sparvermögen steuerpflichtig werden könnten.

HB BERLIN. Bisher bleibt dem Verband zufolge bei einer jährlichen Verzinsung von drei Prozent ein Anlagebetrag von 47.366 Euro steuerfrei, da ein Sparerfreibetrag von 1.370 Euro sowie 51 Euro Werbungskostenpauschale geltend gemacht werden können. Werde der Sparerfreibetrag auf 750 Euro gekürzt, bestehe bei einer dreiprozentigen Verzinsung pro Jahr bereits bei Ersparnissen von 25.000 Euro für einen Teil der Erträge Steuerpflicht.

Bei auf- und abgezinsten Sparbriefen und Bundesschatzbriefen des Typs B wirkt sich dies deshalb besonders aus, weil die Zinsen über einen Zeitraum von mehreren Jahren angesammelt und erst am Ende der Laufzeit oder bei Rückgabe einschließlich der Zinseszinsen steuerpflichtig werden. Dadurch könne die Steuerbelastung überraschend hoch werden, so der Verband.

Werde der Sparerfreibetrag auf 750 Euro gesenkt, müsse der Sparer zum Beispiel bei Bundesschatzbriefen Typ B bei Anlagebeträgen von etwa 4.000 Euro damit rechnen, am Ende für einen Teil seiner Zinsen Einkommenssteuer zu zahlen. Dies gelte auch dann, wenn es seine einzigen Ersparnisse seien.

Sparer seien deshalb gut beraten, wenn sie vor der Geldanlage die steuerlichen Folgen genau prüften. "In vielen Fällen dürften Anlagen mit jährlichen Zins-Ausschüttungen vorzuziehen sein", meint der Verband.

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