Pläne der Vermieterin durchkreuzt
Gericht stoppt Spar-Trick bei Umsatzsteuer

Das Hessische Finanzgericht hat jetzt der Vermieterin eines großen Bürogebäudekomplexes ein Modell zur Erlangung von Vorsteuern aus den Bauleistungen durchkreuzt: Es lehnte die Anerkennung der Zwischenschaltung einer OHG ab, mit deren Hilfe der Fiskus etwa 1,1 Mill. Euro an Umsatzsteuern hätte erstatten müssen.

HB DÜSSELDORF. Das Gericht sah in der Gründung der zwischengeschalteten Personengesellschaft eine missbräuchliche Gestaltung, die nur zur Steuerersparnis gewählt worden sei. Die Sache muss nun der Bundesfinanzhof (BFH) grundsätzlich klären. Das Finanzgericht ließ die Revision zum BFH zu, die inzwischen eingelegt wurde (Az. V R 43/04).

Hintergrund: Bei großen Bauvorhaben, die Räume zur Vermietung schaffen, möchte der Vermieter umsatzsteuerlich möglichst die gesamten in Rechnung gestellten Umsatzsteuern aus den Bauleistungen steuerlich erstattet erhalten. Das ist ihm jedoch nicht gestattet, weil die Vermietung steuerbefreit ist, er also seinerseits keine steuerpflichtigen Umsätze erbringt. Als Ausweg kann er auf die Steuerbefreiung verzichten. Dies setzt...

 
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