Repräsentation der Allgemeinheit nicht ausgeschlossen
Auch teurer Golfclub bleibt gemeinnützig

In einem jetzt veröffentlichten Urteil zur Gemeinnützigkeit von Sportvereinen hat sich der Bundesfinanzhof (BFH) großzügiger gezeigt als die Finanzverwaltung. Das Gericht entschied, dass in die - für die Beurteilung der Gemeinnützigkeit maßgeblichen - Entgelte für den Erwerb der Mitgliedschaft Aufwendungen, die im Erwerb einer Kommanditbeteiligung bestehen, nicht einzubeziehen sind.

HB/mkm MÜNCHEN. Hintergrund ist, dass ein Sportverein nur dann als gemeinnützig anerkannt wird, wenn im Grundsatz jedermann freien Zutritt zu ihm hat und die Mitglieder somit zumindest einen Ausschnitt der Allgemeinheit darstellen. Für die Gemeinnützigkeit schädlich sind daher Verpflichtungen zur Zahlung von laufenden Beiträgen, Aufnahmegebühren und Umlagen, deren Höhe eine Repräsentation der Allgemeinheit im Mitgliederbestand nicht mehr gewährleistet. Müssen die Mitglieder neben den laufenden Beiträgen oder Aufnahmegebühren Sonderbeiträge entrichten, kommt es auf die Wirkung der Gesamtbelastung im jeweiligen Jahr an. Die Wertung, in welcher Höhe die Gesamtbelastung noch unschädlich ist, obliegt dem Finanzgericht als Tatsacheninstanz.

In dem vom BFH entschiedenen...

 
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