Steuererklärung 2013
Steuersparen mit Taxifahren

Früher galt Taxifahren als typischer Job für Dauerstudenten. Heute ist der Taxiführerschein der Schlüssel zu Studium und Steuerbonus. Was Auszubildende und Studenten bei der Steuererklärung beachten müssen.
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DüsseldorfStudentenbude, Laptop, stapelweise Bücher, Bahntickets und dann auch noch das Praktikum im Ausland. Wenn Auszubildende und Studenten das Elternhaus verlassen, merken sie schnell: Das Leben kann ganz schön teuer sein. Erst recht, wenn zu den alltäglichen Ausgaben für Essen, Wohnung und Kleidung noch größere Anschaffungen hinzukommen. Wer es geschickt anstellt, kann den Fiskus an diesen Ausgaben beteiligen und sich spätestens am Ende der Ausbildung ein schönes Steuergeschenk abholen.

Wer bereits während der Ausbildung ordentlich Geld verdient, profitiert sogar schon früher. Steuerfrei konnten beispielsweise im Jahr 2013 aufgrund des jährlichen Grundfreibetrags in Höhe von 8130 Euro und des Arbeitnehmerpauschbetrags von 1000 Euro in der Regel maximal 9130 Euro verdient werden. Danach wurde Einkommensteuer fällig. Mit einer Steuererklärung können sich auch Auszubildende und Studenten mindestens einen Teil dieser gezahlten Steuern zurückholen – bei hohen absetzbaren Ausgaben womöglich sogar alles.

Grundsätzlich können Auszubildende die gleichen Ausgaben absetzen wie andere abhängig Beschäftigte. So zum Beispiel Kosten für das Arbeitszimmer, die Fahrten zur Ausbildungsstätte, Mietkosten, Studienreisen, Kosten für doppelte Haushaltsführung. Auch für jene, die noch gar keine Einkommensteuer gezahlt haben, kann sich eine Steuererklärung lohnen. Damit das funktioniert, kann ein kleiner Umweg nötig sein, doch der ist viel Geld wert.

Denn aus Sicht der Finanzverwaltung besteht ein grundlegender Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Ausbildung. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) nach jahrelangem Hin und Her im Januar 2014 bestätigt (Az.: VIII R 22/12). Die Folge: Wer sich in der zweiten Ausbildung befindet, kann seine Ausgaben rund um das Studium bei der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Wer sich in der ersten Ausbildung befindet, muss seine Kosten jedoch als Sonderausgaben verbuchen.

Der Unterschied ist gravierend. Die Sonderausgaben sind auf 6000 Euro begrenzt und können nur mit Einkünften verrechnet werden, die im gleichen Jahr erzielt wurden. Im Idealfall sammelt sich so ein hoher Betrag an, der nach dem Studium als sogenannte vorweggenommene Werbungskosten mit dem Einkommen verrechnet werden kann. „Wer hohe Aufwendungen angesammelt hat, muss in den ersten Berufsjahren womöglich gar keine Steuern zahlen“, sagt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine (NVL). Allerdings: Mit den Werbungskosten werden auch Einkünfte verrechnet, die unterhalb des Grundfreibetrags liegen – also steuerfrei sind. Wer also zwischendurch jobbt oder in einem Praktikum Geld verdient, schrumpft seinen Steuerbonus ein.

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