Steuersparmodelle
Investment-Verband begrüßt rasches Aus

Der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) hat das von der amtierenden Bundesregierung beschlossene rasche Aus für die als reine Steuersparmodelle angebotenen Fonds begrüßt.

HB FRANKFURT. Mit diesen Finanzprodukten seien lediglich Schiffsbauten in Korea oder Filmstreifen in Hollywood subventioniert worden. "Warum sollte so etwas der deutsche Steuerzahler bezahlen", sagte Pressesprecher Andreas Fink am Dienstag in Frankfurt. Die im BVI vertretenen Fondsanbieter seien von dem Aus allerdings nicht betroffen, da sich der Verband auf offene statt auf geschlossene Fonds konzentriere.

Die Neuregelung sieht ein Gesetzentwurf vor, den der amtierende Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) nach Informationen der dpa am Dienstag per Umlaufverfahren auf den Weg gebracht hat. Bereits an diesem Donnerstag und damit früher als erwartet soll die Abzugsfähigkeit von Verlusten etwa bei Medien- oder Windkraftfonds eingeschränkt werden.

Dem Staat eröffnen sich so Einnahmen in Milliardenhöhe. Das Kabinett soll den Beschluss bereits am 10. November fassen und die Abzugsfähigkeit von Verlusten von diesem Tag an nicht mit mehr möglich sein. Künftig sollen Verluste nur noch mit Gewinnen des gleichen Fonds verrechnet werden können.

"Diese Modelle sind unter rein ökonomischen Gesichtspunkten umstritten", sagte ein Branchenvertreter, der namentlich nicht genannt werden möchte, im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Über eine Streichung werde schon seit längerem gesprochen. Daher bemühe man sich jetzt wohl um schnelle Erfolge.

"Grundsätzlich besteht bei allen Anlagen, die man tätigt, ein Bestandsschutz", sagte der Branchenvertreter. Dies gelte aber nicht mehr, wenn sich eine Änderung andeute. "Daher sollten Anleger, die in Medien- und Windkraftfonds investieren, eher Vorsicht walten lassen."

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