Überblick
Was sich sonst noch ändert

Es gibt noch zahlreiche weitere wichtige Vorschriften, die zum 1. Januar 2007 geändert werden. Ein Überblick.

Arbeitszimmer

Ausgaben fürs Büro in den eigenen vier Wänden sind steuerlich nur noch absetzbar, wenn der wichtigste Teil der Arbeit dort anfällt. Klagen sind wegen der unklaren Kriterien programmiert.

Elterngeld

Mütter oder Väter von Neugeborenen erhalten zwölf Monate lang 67 Prozent ihres wegfallenden Nettolohns, wenn sie wegen des Nachwuchses kürzer treten und gar nicht mehr oder nur noch maximal 30 Stunden pro Woche arbeiten. Der neue Zuschuss ist bei 1 800 Euro im Monat gedeckelt.

Jahresbescheinigungen

Finanzbeamte dürfen direkt bei den Banken die "Jahresbescheinigungen über Kapitalerträge" einsehen. Das diene der Kontrolle der Banken, nicht der Kunden, so der Finanzminister.

Kindergeld

Bisher stehen Eltern studierender Kinder bis zu deren 27. Geburtstag Kindergeld oder-freibetrag zu - es sei denn, das Kind verdient mit Nebenjobs nach Abzug von Sozialabgaben mehr als 7 680 Euro im Jahr. Die Altersgrenze sinkt auf 25 Jahre, für den Jahrgang 1982 gilt noch ein Limit von 26 Jahren. Wehr- oder Zivildienst wird weiter angerechnet. Sobald der Kinderzuschuss wegfällt, dürfen Eltern gezahlten Unterhalt meist steuerlich geltend machen.

Reichensteuer

Der Spitzensteuersatz steigt von 42 auf 45 Prozent. Er greift ab einem steuerpflichtigen Jahreseinkommen von 250 000 Euro: Von jedem Euro darüber zahlen Topverdiener 45 Prozent ans Finanzamt. Die Neuregelung gilt vorerst nur für Angestellte, nicht für Unternehmer.

Studienkosten

Ab Januar gelten strengere Steuerfristen. Wer alte Verluste geltend machen will, kann seine Steuererklärung dann nicht mehr ohne Weiteres sieben statt zwei Jahre nach Ablauf des Steuerjahres abgeben. Das trifft vor allem Berufsanfänger, die alte Studienkosten anrechnen lassen wollen. Der Bundesfinanzhof hat 2006 klargestellt, dass Ausgaben für die Studentenbude oder für Auslandssemester bis 2003 steuerlich voll absetzbar sind - Akademikern winken also hohe Steuererstattungen. Auf Nummer sicher geht, wer nachträgliche Steuererklärungen für 1999 bis 2003 bis Ende Dezember einreicht.

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