Altersvorsorge: Die Planungen der Parteien
Zur Wahl: gesetzlich oder privat

Die schwache Geburtenrate und das zukünftig sinkende Rentenniveau führt dazu, dass die Altersvorsorge ein zentrales Thema bei den vorgezogenen Bundestagswahlen ist. Wie wollen die einzelnen Parteien der demographischen Entwicklung und der Versorgungslücke im Alter entgegenwirken?

CDU/CSU: Die Christdemokraten wollen die private Altersvorsorge stärken und vereinfachen, um die Beitragssätze zur gesetzlichen Rente auf dem heutigen Niveau zu stabilisieren. Die CDU/CSU will, im Gegensatz zu ihrem Finanzexperten Paul Kirchhof, an der umlagefinanzierten, gesetzlichen Rente festhalten. Für jedes ab 2007 geborene Kind soll der Beitrag zur Rentenversicherung um 50 Euro pro Monat sinken, um der geringen Geburtenrate als Kernproblem des Rentensystems zu begegnen. Das Renteneintrittsalter soll erst dann angehoben werden, wenn es der Arbeitsmarkt zulässt.

SPD: Die SPD will das tatsächliche Renteneintrittsalter an die vorgesehene Schwelle von 65 Jahren heranführen und so den Trend zur Frühverrentung stoppen. Zudem sollen betriebliche und private Altersvorsorge gestärkt werden. Eine Rentenkürzung oder eine Anhebung des Rentenalters lehnen die Sozialdemokraten ab.

FDP: Die Liberalen pochen auf radikale Reformen. Die FDP fordert die Einführung eines kapitalgedeckten und vererbbaren Altersvorsorgekontos als Kern der individuellen Rentensicherung. Die gesetzliche Rentenversicherung soll künftig nur noch eine Basissicherung sein und sich in der Höhe stärker nach der tatsächlichen Lebensarbeitszeit bemessen. Durch kürzere Ausbildungszeiten sollen die Menschen länger arbeiten.

Grüne: Die Grünen schlagen die Einführung einer Bürgerversicherung auch für die Renten vor. Dabei soll die gesetzliche Säule der Alterssicherung aus allen Einkommensarten finanziert werden. Allerdings soll auch in diesem Modell die gesetzliche Rentenversicherung nur eine Grundsicherung sein und der privaten Vorsorge ein deutlich größerer Stellenwert eingeräumt werden.

Die Linkspartei: Die Sozialisten planen eine gesetzlich verankerte Mindestrente von 800 Euro im Monat nach mindestens 30 Beitragsjahren. Sie soll nach dem Modell der Bürgerversicherung von allen Erwerbstätigen sowie durch Rentenbeiträge auch auf Kapital- und Zinseinkünfte finanziert werden. Einkommensstarke Bürger sollen höhere Beiträge einzahlen, aber keine höheren Rentenansprüche erwerben.

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