Serie: Altersvorsorge mit Fonds Teil II
Wie Rentensparer durchstarten

Wer bei der Vorsorge sein Geld an den Märkten anlegen möchte, kann eine Fondspolice abschließen. Eine Analyse zeigt, welche Versicherer sicherheits- und aktienorientierten Investoren die beste Fondsauswahl bieten.
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Es ist Montagmorgen und Sie fädeln Ihren Kleinwagen in die Autobahn ein. Dann lassen Sie den Motor warmlaufen, wechseln auf die mittlere Fahrbahn und geben Gas. Dort müssen Sie jedoch gleich wieder abbremsen.
Ein Elefantenrennen hemmt den Verkehr. Was tun Sie jetzt? Die einen fahren ohne zu zögern auf die Überholspur und ziehen ihr Tempo durch. Die anderen schimpfen zwar meist ein bisschen, warten aber ab. Beide finden für ihre Fahrweise gute Argumente.

Auch bei der Geldanlage verhalten sich Anleger unterschiedlich, denn jeder ist anders motiviert: Der Chancenorientierte strebt überdurchschnittliche Kursgewinne an und steckt dafür zwischenzeitliche Verluste fast klaglos weg. Der Konservative ist hingegen in erster Linie auf Sicherheit bedacht. Ihn stören moderate Renditeaussichten wenig, dafür schwankt der Wert seines Portfolios kaum.

Die gute Nachricht: Niemand muss sich wirklich zwischen sicheren Anlagen mit Minizinsen und chancenreichen Aktieninvestments mit sehr hohen Wertschwankungen entscheiden. „In der Geldanlage ist ein guter Mix mehr wert als die Summe seiner Teile“, bewies der Nobelpreisträger Harry Markowitz bereits vor Jahrzehnten. So können Investoren, die einem Depot aus sicheren Anleihen bis zu 30 Prozent Aktien beimischen, ihre Chancen verbessern, ohne dabei wesentlich höhere Risiken einzugehen.

Aktuelle Zahlen auf der Webseite der Fondsratingagentur Morningstar bestätigen diesen Zusammenhang: Wer in den vergangenen drei Jahren auf Fonds setzte, die weltweit in Anleihen mit hoher Bonität investieren, erzielte eine durchschnittliche Jahresrendite von 4,2 Prozent.

Wer im selben Zeitraum sein Geld in Mischfonds mit bis zu 30 Prozent Aktienanteil investierte, kam im Schnitt auf 5,2 Prozent Plus per annum. Gemessen an der Standardabweichung, die die Kursschwankung der Fonds um diesen Mittelwert zeigt, schnitten die Mischfonds in puncto Risiko dabei noch besser ab als die Rentenfonds.

Es lohnt sich also, ein risikooptimiertes Portfolio zusammenzustellen, das zur eigenen Risikoneigung passt. Dabei hilft der Fondstacho: Handelsblatt Online hat auf Basis von Daten des Analysehauses Assekurata getestet, welche Tarife die besten Fonds anbieten, um Depots für Sicherheitsorientierte und Risikobereite aufzubauen.

Bei dieser Auswertung zählten jeweils die besten Fonds, die Anleger bei den 38 getesteten Fondspolicen wählen können, um entsprechende Musterportfolios zusammenzustellen. Und weil die Vergangenheit zeigt, dass auch langjährige Spitzenfonds in der Performance abrutschen können und womöglich ausgetauscht werden müssen, gingen auch die zweitbesten Fonds der relevanten Anlageklassen in die Bewertung ein. Bei Spitzenanbietern können Anleger somit jederzeit ein qualitativ hochwertiges Musterportfolio und ein Ersatzportfolio zusammenstellen, das ihrer Risikoneigung entspricht.

Kommentare zu " Serie: Altersvorsorge mit Fonds Teil II: Wie Rentensparer durchstarten"

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  • Der erwähnte Fonds von Bantleon müsste "Bantleon Opportunities S" heißen und nicht "Bantleon Absolute S"

  • Teil 3

    "Überraschend ist, in welchem Maße Zentralbanken Aktien halten. Dieser Wert belaufe sich auf 13,2 Billionen Dollar ...", berichtete die Website humane-wirtschaft.de: "Sind sie damit nicht direkt an der Blasenbildung beteiligt, die am Ende nur dazu führen kann, dass alle in den Abgrund gerissen werden?" (18.6.14)

    Der größte Coup des Planeten?

    Und ob. Aber was heißt hier "alle" - alle bis auf die Zentralbanken und die Insiderkartelle natürlich.

    Der enorm hohe Aktienbesitz der Zentralbankster könnte bedeuten, dass man gedenkt, sich auf Kosten von Millionen Anlegern zu sanieren. Die Zentralbankster erscheinen als "Pusher" in eigener Sache. Planen sie etwa den größten Coup des Planeten?

    Denn merke: Wer Aktien pusht, will Kasse machen, und das gilt auch für die Zentralbankster!

    Soll so die groß angelegte Enteignung des Volksvermögens funktionieren?

    Das Beste daran wäre, dass ein derartiger "Aktiencrash" auf den ersten Blick nicht als Enteignung zu erkennen wäre. Und auch nicht auf den zweiten. Sondern je nachdem, wann die Draghi-Gangster die Lawine lostreten, hieße es dann eben in den Kartellmedien "Schwarzer Freitag", "Schwarzer Donnerstag" oder "Schwarzer Montag" - wie gehabt.

    Und während sich die Zentralbankster und Staatshaushalte saniert haben, bleibt dem Volk nur der Weg in die Suppenküche...

    Warum erfahren wir in den Kartellmedien nichts über den Aktienbesitz der Zentralbankster?

    Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

  • Teil 2

    Was heißt hier "nicht mehr attraktiv"! Die genannten Anlageformen sind schlicht keine Option mehr. Der Weg zur zukunftssicheren Geldanlage wird der Bevölkerung versperrt. Die Niedrigzinspolitik der EZB bedeutet, dass sich alle Arten von Anlegern aus ihren sicheren Unterständen auf das offene finanzielle Schlachtfeld der Aktienmärkte wagen, wo sie schnell ihr Vermögen und ihre Zukunft verspielen können. Oder wodurch soll der Aktienboom der vergangenen Jahre sonst maßgeblich mitverursacht worden sein, wenn nicht durch die Niedrigzinspolitik?


    Zusätzlich soll eine weitere traditionell als sicher angesehene Geldanlage "unattraktiv" gemacht werden, nämlich Edelmetalle. Die Botschaft der Kartellmedien ist klar: Wer nicht will, dass er durch niedrige Zinsen und EM-Preise enteignet wird, muss die Enteignung auf den Aktienmärkten riskieren, weil nur noch dort Dividenden und Gewinne winken.
    Die Aktiendividende soll allen Ernstes der Zinsersatz von Morgen werden!

    Durch die Niedrigzinspolitik werden Spargelder verflüssigt und in das Becken des Aktienmarktes geleitet. Dort warten schon die Haie auf das große Fressen: Nämlich die Großanleger und die Zentralbankster selbst. "Draghi euphorisiert die Börse", hieß es kürzlich auf der Bild-Website.


    Warum wohl?

    Ganz einfach: Die Zentralbanken, also dieselben Institutionen, die laufend die Zinsen nach unten und die Börsen hochschrauben, besitzen selber enorme Aktienpakete und hätten gerne, dass deren Wert zunimmt: "Die Notenbanken rund um den Planeten haben in der jüngsten Zeit heimlich, still und leise für einen zweistelligen Billionen-Dollar-Betrag Aktien gekauft", schrieb kürzlich der Autor Markus Gärtner: "Wer sich danach noch wundert, warum die Aktienkurse nur noch steigen, ist selbst schuld."

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