Barmer
Beitragssatz bleibt stabil

Vom 1.1. an dürfen die gesetzlichen Krankenkassen ihre Versicherten extra belangen. Die Barmer will ihren Beitragssatz aber weiterhin bei 15,5 Prozent halten. Grund sind die steigenden Kosten für Medizin und Behandlung.
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BerlinDie mit 8,6 Millionen Versicherten zweitgrößte Krankenkasse Barmer GEK hält ihren Beitragssatz im kommenden Jahr bei 15,5 Prozent stabil. Der Verwaltungsrat entschied am Mittwoch, die Einführung der neuen Zusatzbeiträge nicht für eine Veränderung der Beitragslasten zu nutzen.

Der Branchenprimus Techniker Krankenkasse hatte in der vergangenen Woche angekündigt, den Beitrag um 0,1 Prozentpunkte zu verringern.

Die Barmer verhält sich wie viele andere Kassen damit eher konservativ, um kein Risiko einzugehen und Rücklagen nicht aufzubrauchen. Ein Grund für die Vorsicht sind die steigenden Kosten für Arzneimittel, Arztbehandlungen und Klinikaufenthalte.

Mit der von der Koalition beschlossenen Finanzreform sinkt der allgemeine Beitragssatz für alle Kassen zum 01. Januar von 15,5 auf 14,6 Prozent. Über diesen Grundbetrag hinaus können die Kassen prozentuale Zusatzbeiträge festsetzen. Da parallel ein Sonderbeitrag von 0,9 Prozent wegfällt, entsteht für die Kassen eine Finanzlücke von rund elf Milliarden Euro. Es wird deswegen damit gerechnet, dass allenfalls wenige kleine Kassen ohne Zusatzbeitrag auskommen.

Dem Internet-Portal krankenkassen.de zufolge haben bis Mittwochmittag 73 Kassen ihren Beitrag festgesetzt. 41 davon liegen unter 15,5 Prozent und werden damit für ihre Mitglieder günstiger. Die Metzinger BKK und BKK Euregio mit 14,6 Prozent kommen ohne Zusatzbeitrag aus. 30 Kassen bleiben wie Barmer und die DAK als drittgrößter Anbieter bei 15,5 Prozent konstant. Einen höheren Beitrag wollen bislang die BKK family und die IKK Südwest mit je 15,8 Prozent erheben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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