Berufsunfähigkeitsversicherungen
Versicherungsmakler blamiert Finanztest

Die Zeitschrift Finanztest hat Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit geprüft – und jede Menge Kritik geerntet: Zu viele Sieger, jede Menge Fehler und starke kommerzielle Interessen, lauten die Vorwürfe. Die Tester wehren sich.
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DüsseldorfMatthias Helberg ist ein kleiner Versicherungsmakler. Als Vermittler und Berater legt er viel Wert auf seine Unabhängigkeit. Seit Jahren kämpft er verbissen gegen die Zeitschrift Finanztest, einen wahren Goliath im Versicherungswesen. Das Urteil der Berliner gilt etwas beim Verbraucher und auch in der Branche. Doch nicht bei Helberg: Er hat schon oft Unsauberkeiten in den Berichten entdeckt. 

Bisher war Helbergs einsamer Kampf gegen die Tester jedoch weitgehend erfolglos. Doch nun ist ihm ein Coup gelungen. Denn der Ableger der Stiftung Warentest hat einen Test veröffentlicht, der die Zeitschrift Ansehen kosten könnte – jedenfalls bei Leuten, die sich auskennen. Solchen, wie Versicherungsmakler Helberg. 

Lesen Sie den vollständigen Artikel und weitere Beiträge zum Thema Berufsunfähigkeit in unserem 29-seitigen Dossier, das Sie hier als PDF-Dokument downloaden können.

Kommentare zu " Berufsunfähigkeitsversicherungen: Versicherungsmakler blamiert Finanztest"

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  • Was mich an diesem Artikel schon wieder sauer macht, ist, dass nachdem Herr Helberg für sein Handeln gelobt wird, dann auf Seite 6 schon wieder moniert wird, dass er ja Makler ist und dafür auch noch Provision nimmt! Keinem anderen Berufszweig wird so viel unterstellt wie uns. Ich finde es bedauerlich, dass immer so getan wird, als ab wir Makler alle nichts Besseres zu tun haben, als uns die Taschen mit dem Geld unserer Kunden vollzumachen.

    Dass wir unsere Kunden meist ein Leben lang begleiten, ihnen über die Zeit eine Vielzahl von Alternativen/objektiven Lösungen aufzeigen und im Schadenfall an ihrer Seite sind (denn erst dann sehen viele Kunden erst, was unsere Beratung wert ist und das diese über das „schnelle“ Abschließen hinaus geht)

    JA, man stelle sich vor, dass wir sogar NEUTRAL beraten, anhand der Lebensumstände, Gesundheitszustand und weiterer Einflüsse, die manches Mal auch erst durch eine längere Vertrauensbasis klar werden. Diese Punkte sehen nur wenige!

    Ich will hier niemandem etwas unterstellen und ich möchte auch niemanden angreifen (Das geht nicht gegen Sie Frau Baumeister), aber meine persönliche Meinung ist, dass es eine Vielzahl wirklich guter Makler gibt, die mehr hinter ihren Kunden stehen, als es ein unabhängiger Berater kann, denn er steht nicht täglich an der Seite des Kunden und er hat in den wenigsten Fällen die Vertrauensbasis die sich bei vielen Kunden, grade auf diesem sensiblen Sektor, erst über die Zeit ergibt.

    Und ich habe ein Problem damit, dass Versicherungsberater häufig als Gutmenschen dargestellt werden – ich kenne einige Fälle, in denen der Kunde beim Berater saß und fragte „wie mach ich das jetzt am Besten weiter?“ und dann flatterte eine Adresse mit Vermittlerdaten & hintenrum wurde halbe-halbe gemacht. Schwarze Schafe gibt es leider überall!

    Und nur mal so nebenbei, wer erstattet dem Makler die Kosten, wenn er einen Kunden berät und dieser dann nicht abschließt? DAS machen wir Makler so, nennt sich SERVICE.

  • @keulig
    Dass ich selbst keine Verträge vermittle schließt ja nicht aus, dass ich im Auftrag meines Mandanten dem Vermittler auf die Finger schauen könnte ;)
    Mein Kanzleischwerpunkt liegt aber auf der Rechtsberatung und Rechtsvertretung zu Leistungsfällen aus der BU und Unfallversicherung sowie zur vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung.
    Deshalb behaupte ich mal: Die Problematik für den Verbraucher beginnt nicht erst mit Antragstellung sondern schon weit vorher. Vermittler zäumen das Pferd m.E. oft von der falschen Seite auf.
    Ich führe nicht die "typische" Versicherungsberaterkanzlei. Insofern bekommen Verbraucher schon die Tarife zu Honorarberaterkonditionen bei den meisten meiner Berufskollegen.
    Bei mir halt nicht, weil es nicht zu meinem Schwerpunkt passt. Dem Versicherer mit dem ich mich heute streite, möchte ich morgen kein Geschäft zuführen. Zumindest nicht aktiv.

    Nichts desto trotz kann ich den Verbraucher so auf den richtigen Weg führen, dass er in der Lage ist einen passenden und rechtssicheren Vertrag abzuschließen.

    Sie haben aber recht. Es gibt zu wenige Nettotarife. Das ist aber eben auch dem Umstand geschuldet, dass die Verbraucher oft nicht bereit sind, ein entsprechendes Honorar so offensichtlich zu zahlen. Die meisten Verbraucher sind nach wie vor der Ansicht, dass die Versicherungsvermittlung durch Makler und Vertreter kostenlos ist.

    Die Nachfrage regelt das Angebot - das gilt eben auch im Versicherungsbereich.

    Und als letztes Wort zur finanziellen Mehrbelastung, falls es keinen Nettotarif gibt: Was ist teurer? Ein einmaliges Honorar zu investieren? Oder im Leistungsfall falsch abgesichert zu sein? Gerade bei existenziellen Risiken und so langfristigen Vertägen wie BU und PKV, hat eine Fehlentscheidung nun einmal fatale Folgen.

  • Die Versicherungen sind bestenfalls "sehr gut" in der Theorie. In der Praxis, die leider komplett außer Betracht beleibt, sieht das ganz anders aus. Kein Anbieter reguliert großzügig, wenn es um etliche zehntausend oder sogar hunderttausende Euro geht. Alle haben Rechtsabteilungen, die dann zunächst Ihre Gesundheitsangaben bei Antragstellung prüfen und sich ggf. Informationen von Ihren Ärzten einholen. Manche Anbieter ziehen das Attest Ihres Arztes in Frage oder akzeptieren nur ihre eigenen Ärzte.
    Es gibt Anbieter bei denen weniger als jeder zweite Antragsteller sein Geld erhält. Das verschweigt der Test leider.

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