Betriebliche Altersvorsorge
Arbeitnehmer sparen 273 Euro im Jahr

Deutsche Arbeitnehmer stecken im Schnitt weniger als ein Prozent ihres Einkommens in die freiwillige betriebliche Altersvorsorge. Am beliebtesten ist die Entgeltumwandlung im Finanzsektor, Geringverdiener nehmen dagegen kaum an der betrieblichen Altersvorsorge teil.
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HB WIESBADEN. Arbeitnehmer haben 2008 durchschnittlich 0,7 Prozent ihres Bruttoverdienstes in eine betriebliche Altersvorsorge investiert. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, legte jeder Arbeitnehmer damit etwa 273 Euro seines jährlichen Gehalts auf diese Weise an. Hochgerechnet auf alle Beschäftigten in Deutschland entspricht das einem Gesamtvolumen von rund 7 Milliarden Euro.

Beschäftigte in Branchen mit hohem Verdienstniveau investierten dabei mehr als Arbeitnehmer in Niedriglohnbranchen. Am höchsten fiel demnach der Anteil der umgewandelten Bruttoverdienste in der Finanzbranche aus. Hier lag er bei 1,6 Prozent. Das waren je Beschäftigten jährlich 889 Euro.

Die niedrigsten Anteile wurden in der Leiharbeitsbranche mit 0,1 Prozent und bei Wach- und Sicherheitsdiensten mit 0,2 Prozent ermittelt. Die Arbeitnehmer investierten hier jährlich 29 Euro beziehungsweise 45 Euro.

Bei einer Entgeltumwandlung verzichten Arbeitnehmer freiwillig auf einen Teil ihres künftigen Verdienstes. Im Gegenzug erhalten sie vom Arbeitgeber die Zusage auf eine im Rentenalter auszuzahlende wertgleiche Betriebsrente.

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  • iCh bin froh, da ich inzwischen alle meine LV´s selbst bezahle und später nicht ca. 10-15% an Krankenkassen-/Pflegekasse abdrücken muss. Der Gesetzgeber hat der Entgeldumwandlung ein Todesurteil verpasst, so dass nur private Rücklage (steuerfrei als "alte" LV) oder in Form von betrieblich zugesagten Direktverischerungen Sinn machen, wo der betrieb diese komplett bezahlt. Privat würde ich heute keine Pensionskasse oder Entgeldumwandlung mehr akzeptieren, da unterm Strich weniger rauskommt als bei der Anlage der Nettausauszahlung mit einer langfristigen Zinsanlage von über 4,5%. Sorry, aber diese Regierung hat es geschafft, diese wirklich guten Produkte kaputt zu machen.
    Produkte von heute: private Rentenverischerung (lässt recht gut inzwischen sich von der Steuer absetzen oder gute ETF - Fonds für Wagemutige im bereich Absparung für die Rente.
    Am wichtigsten: die immobilie, die zur Not vermietet werden kann und in den nächsten Jahren immer mehr an Wert gewinnt (vor allem in ballungsräumen).
    Alles andere haben uns unsere Gesetzesvertreter inzwischen (zu ihren eigenen Gunsten, denn wer bekommt schon nach 8 Jahren Arbeit eine lebenslange Rente ?) vermiest - Schade, Deutschland.

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