Durch die Pflichtversicherung soll sich für die meisten Versicherten kaum etwas ändern
Barmer: 6,70 Euro für zusätzliche Zahnersatzversicherung

Die künftige Zahnersatz-Zusatzversicherung wird nach ersten Berechnungen der Barmer Ersatzkasse 6,70 Euro im Monat kosten und liegt damit am unteren Rand der bisherigen Schätzungen.

HB BERLIN. Allerdings könne der Pauschalbetrag noch über die Sieben-Euro-Marke steigen, wenn die gesetzlichen Kassen die Beiträge von Rentnern, Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern selbst einziehen müssen, sagte der Barmer-Vorstandsvorsitzende Eckart Fiedler am Donnerstag in Berlin. „Dadurch würden bei den Kassen zusätzliche Verwaltungskosten in Höhe von 250 Millionen Euro entstehen“, erklärte Fiedler und forderte Änderungen der Reformgesetze. Bisher sieht die Gesundheitsreform vor, dass die Kassen die Sonderpolice ab 2005 bei Rentnern und Arbeitslosen per Einzeleinzug kassieren müssen, was einen hohen Bürokratieaufwand bedeutet.

Der Barmer-Chef betonte, dass sich für die meisten Versicherten durch die Pflichtversicherung kaum etwas ändere. Zwar könnten sie durch die Ausgliederung der Zahnersatzkosten im nächsten Jahr mit einer Senkung der Krankenversicherungsbeiträge auf 13,6 von derzeit gut 14 Prozent rechnen. Allerdings wird die Ersparnis durch die Zusatzpolice wieder aufgezehrt. Die Barmer gehört mit knapp sechs Millionen Mitgliedern zu den größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland.

Bei gesetzlich Krankenversicherten zieht der Arbeitgeber die Beiträge vom Gehalt ab und leitet sie an die Krankenkassen weiter. Nur wer eine private Zusatzversicherung will, muss sich selbst darum kümmern. „Noch ist kein Vergleich zwischen allen gesetzlichen und privaten Angeboten möglich“, sagte Fiedler und warnte vor voreiligen Vertragsabschlüssen. Gewinner der Reform seien vor allem Arbeitgeber, Rentenversicherungsträger und die Bundesagentur für Arbeit, die gemeinsam um etwa zwei Milliarden Euro jährlich entlastet würden.

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