Expertenrat zum Thema Altersversorgung
Rente mitnehmen

Führungskräfte sollten ihre Altersversorgung mitnehmen, wenn sie innerhalb eines Konzerns für andere Tochtergesellschaften arbeiten, rät die Arbeitsrechtlerin Jutta Glock.

Frau Glock, leitende Angestellte und Geschäftsführer arbeiten häufig für mehrere rechtlich selbstständige Tochterunternehmen eines Konzerns. Was ändert sich für sie, wenn eines davon Pleite geht?

Sie haben Anspruch auf eine schriftliche Bestätigung ihrer Arbeitsbedingungen im überlebenden Unternehmen. Das gilt aber nicht für ihre Betriebsrente. Das wird vielen erst klar, wenn es schon zu spät ist.

In welchen Fällen ist die Betriebsrente gefährdet?

Wenn der Anstellungsvertrag, der die Versorgungszusage enthält, mit der liquidierten Firma geschlossen war. Wird sie abgewickelt, erlischt auch die Versorgungszusage. Die Betriebsrente ist in solchen Fällen hin.

Wie lässt sich das verhindern?

Führungskräfte sollten ihre Altersversorgung mitnehmen, sobald sie für weitere Tochtergesellschaften arbeiten: entweder durch eine Vereinbarung, wonach die Betriebsrente auch für die neuen Bereiche gilt, oder durch einen neuen Vertrag mit den anderen Gesellschaften. Nur in Ausnahmefällen ist das nicht notwendig, weil bei dem Unternehmen selber eine Insolvenzvorsorge für die Pension besteht.

Jutta Glock ist Fachanwältin für Arbeitsrecht in der Kanzlei Abeln Glock & Partner in Berlin.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 30 vom 21.07.2005 Seite 96

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