Gesundheitsreform
Selbstbehalttarif

Prinzip: Eine Wette auf die eigene Gesundheit, geeignet vor allem für Junge und Kerngesunde.

Wer am Ende des Kalenderjahres einen Teil seiner Behandlungskosten selbst bezahlt hat, wird mit einer Prämie oder Bonus genannten Vergünstigung belohnt. So rechnet die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) vor: Akzeptiert ein freiwillig Versicherter – er dürfte mit seinem jährlichen Einkommen von mehr als 48 150 Euro zu den Privaten wechseln – bei der KKH 580 Euro Selbstbehalt, bekommt er eine Prämie von 500 Euro. Soll heißen: Kostete er der Kasse im Kalenderjahr nur 200 Euro – mehr fiel nicht an oder den Rest zahlte er selbst – fließen die restlichen 300 Euro in seine Tasche. Verursacht er höhere Kosten, muss er davon 580 Euro selbst tragen.

Bei vielen Anbietern variieren Selbstbehalt und Prämie nach Einkommen. Vorsicht in den höheren Gehaltsgruppen: Bei einigen Tarifen kann der Selbstbehalt so hoch werden, dass die Kosten ausufern. Nicht auf den Selbstbehalt angerechnet werden per Gesetz Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen und den jährlichen Zahn-Check. In der Praxis hat die Vorsorge einen Haken: Oft rechnet der Arzt zusätzlich eine Beratung ab – das kostet dann Prämie oder Bonus.

Familienversicherte sind ein Fall fürs Kleingedruckte: Je nach Anbieter dürfen auch Gatte/Gattin und volljährige Kinder ein Jahr lang die Kasse nicht behelligt haben. Möge das gut gehen. Die beiden letzten Punkte gelten auch für den Rückerstattungstarif.

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