Mitarbeiter verschenken Rentenansprüche – Finanzberater drängen in den Markt
Betriebliche Vorsorge kaum genutzt

In Großkonzernen nutzen erst zehn bis 15 Prozent der Mitarbeiter die Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung (DGbAV).

kk FRANKFURT/M. Die betriebliche Altersvorsorge ist eines der großen Wachstumsfelder sowohl für Versicherer als auch für Finanzdienstleister wie MLP, AWD und DVAG, die die Verträge vertreiben. Sie alle bauen derzeit ihre Aktivitäten in diesem Bereich aus.

Die sinkende gesetzliche Rente macht Lösungen wie Direktversicherungen, Pensionskassen und Unterstützungskassen interessant. Bei der so genannten Entgeltumwandlung versteuern Arbeitnehmer ein geringeres Gehalt, die Vorsorgeleistung wird aus dem Bruttoverdienst genommen. Dafür sparen die Unternehmen ihren Anteil an den Sozialabgaben.

Ab 2005 wird das Thema noch komplexer: Dann können Mitarbeiter beim Arbeitgeberwechsel ihren betrieblichen Vorsorgevertrag mitnehmen. Für die Personalabteilungen bedeutet das einen großen bürokratischen Aufwand, da sie Verträge vieler verschiedener Anbieter verwalten müssen.

Hier hofft DGbAV-Chef Josef Bader auf Geschäft. Denn im Gegensatz zu anderen Finanzberatern vermittelt die auf die betriebliche Vorsorge spezialisierte DGbAV nicht nur Verträge verschiedener Anbieter, sondern verwaltet diese auch für die Unternehmen und wickelt den Zahlungsverkehr ab. „Wir rechnen mit einem deutlichen Zuwachs“, sagte Bader. Nach eigenen Angaben betreut die DGbAV derzeit 550 Unternehmen, die durchschnittlich 700 Mitarbeitern beschäftigen. Beim Vertrieb arbeitet die DGbAV mit den Finanzdienstleistern KSG AG und Magus zusammen.

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