Professionelle Finanzplanung für das ganze Leben
Private Vermögensberater in den USA haben Konjunktur

Das erste Haus, die erste Lebensversicherung, die Collegepläne der Kinder oder ein gesicherter Ruhestand - die Gründe sind zahlreich, weshalb eine wachsende Zahl von Amerikanern die Dienste professioneller Finanzplaner für sich entdeckt.

Der Bedarf steigt stetig seit einigen Jahren, sagen Branchenbeobachter. Denn die Unternehmen kürzen die Sozialleistungen für ihre Angestellten, der Staat fährt die Rentenzuschüsse herunter, so dass die Kunden verstärkt gezwungen sind, ihre Altersvorsorge und andere Finanzpolster selbst in die Hand zu nehmen. Während Vermögensplanung bislang vor allem als Dienstleistung für die wohlhabende Oberschicht galt, kommen jetzt zunehmend Kunden aus mittleren und auch unteren Einkommensklassen zur Beratung.

Und das schon in jungen Jahren: "Vor 16 Jahren, als ich in diesem Beruf angefangen habe, waren die meisten Leute zwischen 50 und 55 Jahren alt, wenn sie zum ersten Mal zur Finanzberatung kamen", erinnert sich Sheryl Garrett, Gründerin des Branchenverbands Garrett Planning Network. "Heute ist das Einstiegsalter deutlich niedriger. Ein großer Teil meiner Kunden ist in den 30ern und 40ern, und mein jüngster Klient ist erst 17 Jahre alt."

Einer der größten Unterschiede zwischen den verschiedenen Angeboten liegt in der Abrechnungsweise; denn die zieht weitere Konsequenzen nach sich. Der traditionelle Ansatz heißt Bezahlung durch Provision: Der Finanzplaner analysiert die Vermögensverhältnisse, berät den Kunden über mögliche Anlagemodelle und schlägt Investitionen und Versicherungen vor. Oft ist diese erste Bestandsaufnahme für den Nutzer kostenlos. Denn der Berater wird für seine Arbeit nicht direkt vom Kunden bezahlt, sondern finanziert sich später durch Provisionen und Kommissionen aus den verkauften Projekten.

"Bis vor wenigen Jahren waren Kommissionen der einzige Weg, wie Finanzplaner entschädigt wurden", sagt Marc Freedman, Vorstandsmitglied beim Interessenverband Finanzplanung (FPA), der mit knapp 30 000 Mitgliedern einer der größten Branchenverbände in den USA ist.

Bis heute arbeitet die Mehrheit der Branche nach diesem Prinzip.

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