Reiseversicherung
Gut gesichert in den Urlaub

Endlich ist es soweit! Das Büro ist aufgeräumt, die Koffer sind gepackt, und los geht es. Dabei denkt niemand gern an Unangenehmes, an Krankheiten oder an Einbrüche zu Hause. Besser wäre es auch, vorher alles zu regeln und zum Beispiel den Versicherungsschutz zu prüfen.

HB MÜNCHEN/COBURG. Da wäre etwa der richtige Krankenschutz zu erwähnen. Eine private Auslandsreise-Krankenversicherung sei gar nicht teuer, sagen die Versicherungsexperten der Verbraucherzentrale Bayern. Eine solche Versicherung verbessere den Schutz vor allem in Ländern außerhalb Europas und in Staaten, mit denen Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen hat, wie USA, Ägypten oder Thailand. „In diesen Ländern übernimmt die Krankenkasse im Krankheitsfall keine Kosten“, warnen die Verbraucherschützer, „auch ein Rücktransport aus dem Ausland ist über die gesetzliche Versicherung nicht abgedeckt“.

Die Leistungen der Anbieter unterscheiden sich allerdings. Deshalb empfiehlt Heidemarie Krause-Böhm, Krankenversicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern, vor Abschluss des Vertrages das Kleingedruckte zu prüfen. Wichtig sei etwa, dass der Versicherer den Rücktransport zahlt, sobald dieser sinnvoll und vertretbar ist, und nicht nur bei medizinischer Notwendigkeit.

Vor einer bösen Überraschung steht, wer nach dem Urlaub in eine ausgeplünderte Wohnung zurückkehrt. Wer hier durch eine Hausratversicherung abgesichert ist, kann einen „kühlen Kopf“ behalten, sagen die Versicherungsexperten der HUK Coburg Versicherungsgruppe. Die Hausratversicherung schließe in der Regel eine weltweit gültige Außenversicherung mit ein. Eine solche Versicherung schützt vor allem in Fällen von Einbruchdiebstahl und Raub.

„Einbruchdiebstahl heißt: Ein Dieb bricht entweder gewaltsam die Tür eines Hotelzimmers oder einen im Zimmer stehenden Schrank auf“, erklären die Experten. „Von Raub spricht man, wenn einem jemand mit Gewalt etwas wegnimmt.“ Hat ein Dieb zugeschlagen, dann reicht es nach Angaben des Versicherungsunternehmens nicht, den Schaden seiner Versicherung zu melden: Die Polizei am Urlaubsort müsse eingeschaltet werden.

Hausrat bezieht sich übrigens nicht nur auf die Dinge zu Hause. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf das Hotelzimmer und das Auto. Wird es zum Beispiel auf einer Urlaubsfahrt kurzfristig in der Tiefgarage eines Hotels geparkt und aufgebrochen, ist das Gepäck als Hausrat mitversichert. Dies gilt allerdings nicht, wenn das Auto im Freien geparkt wurde. Zudem gilt der Versicherungsschutz nicht für Wertsachen, zum Beispiel Schmuck. Solche Gegenstände „dürfen niemals unbeaufsichtigt im Auto liegen bleiben“, sagen die Versicherungsexperten.

Mitversichert sind andererseits wiederum eigene Kanus, Ruder-, Falt- und Schlauchboote sowie die dazugehörigen Motoren. Sogar Flugdrachen und Surfgeräte werden ersetzt, wenn sie in einem Einbruchdiebstahl oder Raub entwendet wurden. Die Verträge sehen allerdings in der Regel eine Obergrenze vor. Sie liegt bei maximal zehn Prozent der Versicherungssumme, höchstens jedoch 12 000 Euro. Die HUK Coburg rechnet vor: Hat der Versicherungsnehmer seinen Hausrat mit 75 000 Euro versichert, ersetzt die Versicherung in solch einem Fall – einschließlich des zehnprozentigen Vorsorgebetrags – maximal 8 250 Euro.

Die Experten empfehlen, sich auf jeden Fall vor dem Start in dem Urlaub beim Versicherer zu erkundigen, wie die konkreten Bedingungen aussehen, da der Versicherungsschutz mittlerweile von Unternehmen zu Unternehmen variiere.

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