Uhren
Wann die Versicherung zahlen muss

Wenn die teure Armbanduhr geklaut wurde, weigern sich Versicherungen oder Umzugsfirmen oft zu zahlen. Diebesopfer dürfen aber auf richterliche Hilfe hoffen.

Urlaub

Nachdem Diebe die Reisetasche eines Ehepaares samt 1 800 Euro teurer Cartier-Uhr ausgeräumt hatten, schaltete die Gepäckversicherung auf stur. Eine zu "Repräsentationszwecken" getragene Uhr sei laut Versicherungsbedingungen Schmuck und somit jederzeit sicher zu verwahren. Die Richter sahen das anders. Uhren, auch teure, seien in erster Linie Gebrauchsgegenstände und müssten anders als etwa Diamantarmbänder nicht besonders sicher aufbewahrt werden (Landgericht Essen, 13 S 639/94).

Umzug

Ein Paar zog um und beauftragte eine Spedition, die den Auftrag an eine Umzugsfirma vergab. Deren vorbestrafter Mitarbeiter klaute die in einer Tasche verstaute Rolex. Das Paar verklagte die von ihnen beauftragte Spedition – mit Erfolg. Diese hafte für das Versäumnis des Subunternehmens, das den Mann ohne Kontrolle des Führungszeugnisses eingestellt hatte (Landgericht München, 31 S 23089/95).

Shopping

Eine Kölnerin kaufte ihrem Gatten für 11 775 Euro eine Rolex. Danach ging sie in ein Lokal und hängte ihre Handtasche an den leeren Nachbarstuhl. Als sie gegessen hatte, war die Tasche samt Uhr weg. Von der Versicherung gab es keinen Cent: Wegen des Wertes der Uhr hätte die Frau die Tasche nicht sorglos an den Stuhl hängen dürfen (Landgericht Köln, 24 O 154/90).

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