Gastbeitrag
Wie George Soros den Euro stärken würde

Ein auseinanderbrechen der Euro-Zone scheint George Soros nicht so unmöglich wie zu Beginn der Krise. In seinem Gastkommentar schreibt er außerdem über weitere Probleme - und macht Lösungsvorschläge.
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Die Euro-Krise ist in den letzten Monaten nicht abgeflaut. Sie hat sich im Gegenteil verschärft. Zwar hat es die Europäische Zentralbank (EZB) durch ihre langfristige Refinanzierungsoperation (LTRO), bei der den Banken der Euro-Zone mehr als eine Billion Euro zu einem Prozent Zinsen zur Verfügung gestellt wurden, geschafft, eine Kreditverknappung abzuwenden. Doch die grundlegenden Probleme sind nach wie vor ungelöst; tatsächlich weitet sich die Kluft zwischen Gläubiger- und Schuldnerländern weiter aus.

Die Krise mag weniger volatil sein, ist aber potenziell tödlicher. Zu Beginn der Krise war ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone unvorstellbar, weil die auf die gemeinsame Währung lautenden Aktiva und Passiva so sehr vermischt waren. Doch mit Fortschreiten der Krise hat sich das Finanzsystem der Euro-Zone zunehmend entlang nationaler Linien neu geordnet.

LTRO versetzt die spanischen und italienischen Banken in die Lage, Arbitragegeschäfte mit Anleihen ihrer jeweiligen Länder zu tätigen. Und die Vorzugsbehandlung, die die EZB bei ihren Griechenland-Anleihen erfuhr, wird andere Anleger abhalten, Staatsanleihen zu zeichnen.

Ginge dies ein paar Jahre so weiter, wäre ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone ohne Kollaps möglich: Das Omelett ließe sich entrühren. Aber dies würde dazu führen, dass die Zentralbanken der Gläubigerländer auf großen Forderungen gegenüber denen der Schuldnerländer sitzen blieben.

Die Bundesbank ist sich der Gefahr bewusst. Sie betreibt eine Kampagne gegen die unbefristete Ausweitung der Geldmenge und hat Schritte zur Begrenzung der Verluste, die ihr beim Auseinanderbrechen entstehen würden, eingeleitet. Doch fängt die Bundesbank damit an, müssen die anderen nachziehen.

Die Märkte spiegeln das bereits wider. Die Bundesbank verschärft zudem die Kreditvergabe im eigenen Land. Dies wäre die richtige Politik, wenn Deutschland ein für sich allein dastehendes Land wäre. Doch die hochverschuldeten Euro-Länder bedürfen dringend einer stärkeren Nachfrage aus Deutschland, um eine Rezession zu vermeiden.

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Mitgliedsstaaten sollen gutes Verhalten belohnen

Kommentare zu " Gastbeitrag: Wie George Soros den Euro stärken würde"

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  • Wittert der Herr mal wieder eine gute Gelegenheit, mit Währungsspekulation und Meinungsmache einen großen Coup zu landen? Will er sich noch die Sargnägel vergolden? Dieser Geier!

  • Zuerst verdient das Handelsblatt scharfe Kritik dafür, dass zum Beitrag von Soros kein Hinweis über seinen massiven Interessenkonflikt gegeben wird. Er ist in italienischen Staatsanleihen investiert und möchte natürlich, dass diese NICHT ins bodenlose fallen. Einfach "Soros italian bonds" googeln. Zitat: "Yep, it's simple. 6% yield on a 10-year bond is juicy ..." Quelle:
    http://articles.businessinsider.com/2012-01-26/wall_street/30665756_1_italian-bonds-italian-banks-default

    Soros schreibt hier: "Das Omelett ließe sich entrühren... Die Bundesbank ... hat Schritte zur Begrenzung der Verluste, die ihr beim Auseinanderbrechen entstehen würden, eingeleitet." Ich weiß es nicht, woher er diese Info hat, sollte sie tatsächlich stimmen dann ist es endlich eine gute Nachricht für den deutschen Steuerzahler. Offensichtlich aber nicht für Soros.

  • AUF DEM WEG ZUM WIENER KONGRESS.
    Die Geldschöpfungsrechte der EZB, wie hier geschehen, mit 2 - 3 Billionen Euro zu bewerten, reicht aus, gleich mehrere Staaten untergehen und ertrinken zu lassen.
    Diese EZB ist schon durch das bisherige Tun seiner Führungspersönlichkeiten unwiderruflich diskreditiert.
    Für die Gründung einer Zweckgesellschaft hätte ich schon einen Namen:
    DIE EUROPÄISCHE ROTHSCHILD.
    Zweckgesellschaft:
    Der Zweck hat den Zweck, den Zweck zu bezwecken, und wenn der Zweck den ganzen Zweck nicht bezweckt, hat der Zweck keinen Zweck.

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