Gastkommentar
Denn sie wissen, was sie tun

Henrik Enderlein, Professor für politische Ökonomie, glaubt an eine Rettung Griechenlands. Eine Einigung zwischen Troika und Athen werde gelingen. Doch das mache Hellas weder solventer, noch beende es die Euro-Krise.

Es ist die makaberste Szene im Film „... denn sie wissen nicht, was sie tun“: Zwei Autos rasen auf die Klippe über dem Abgrund zu; in jedem ein pubertierender Jugendlicher. Wer zuerst aus seinem Auto springt, ist der Verlierer des Spiels. Dieses „Feiglingsspiel“, wie die Spieltheorie es nennt, beschreibt die Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern ziemlich passgenau.

Die griechischen Parteien wissen, dass für die Troika eine ungeordnete Insolvenz eine Katastrophe wäre, deshalb geben sie nicht nach. Die Troika weiß, dass eine ungeordnete Insolvenz für Griechenland eine Katastrophe wäre, deshalb gibt sie nicht nach. Beide Seiten diktieren zurzeit fast stündlich...

 
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