Premium Prüfers Kolumne Wer will schon die Wahrheit?

Umfrageergebnissen ist weniger zu trauen als einer Google-Statistik. Denn selbst, wenn sie anonym befragt werden, sagen Menschen oft nicht die Wahrheit. Aus Suchmaschinenanfragen lässt sich dagegen einiges herauslesen.
Tillmann Prüfer ist Mitglied der Chefredaktion des „ZEIT“-Magazins.
Der Autor

Tillmann Prüfer ist Mitglied der Chefredaktion des „ZEIT“-Magazins.

Ich habe über soziale Erwünschtheit gelesen und wie sie die Forschung behindert. Soziale Erwünschtheit bedeutet, dass Menschen falsche Angaben in Umfragen machen, weil sie glauben, dass nur eine bestimmte Antwort opportun sei. Es wurde zum Beispiel vor Längerem erhoben, wie viele Menschen zu Wahlen gehen, wie viel sie im Jahr spenden und ob sie einen Büchereiausweis besitzen. Das Ergebnis war, dass Menschen, selbst wenn sie anonym befragt werden, sich als viel politisch engagierter, gebildeter und freigiebiger beschreiben, als es die harten Fakten hergeben.

 

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