Nora Heer

Premium Expertenrat – Nora Heer Frische Kompromisse braucht das Land

Kompromisse haben in Deutschland einen schlechten Ruf. Zu Unrecht, denn sie sind die Basis einer funktionierenden Demokratie. Das wissen auch die Jamaika-Verhandlungspartner. Doch manch einer verfällt in alte GroKo-Muster.
Unions-Spitzen auf dem Balkon der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin Quelle: dpa
Viel Gesprächsbedarf

Unions-Spitzen auf dem Balkon der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin

(Foto: dpa)

Der Kompromiss hat in Deutschland traditionell einen schlechten Ruf. Lange galt er als undeutsch. Etwas für Zauderer, Unentschlossene oder für Schwächlinge. Helden dagegen sind kompromisslos, prinzipienfest und durchsetzungsstark. So wie der in diesem Jahr gefeierte Martin Luther mit seiner kompromisslosen Haltung: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“

Dabei hat der Kompromiss seinen schlechten Ruf zu Unrecht, denn er macht eine vernünftige Art des Interessenausgleichs erst möglich. Er lebt vom Respekt vor der gegnerischen Position, ohne dabei die eigene aufzugeben. Kurz: Ohne Kompromiss funktioniert keine Demokratie. Er gehört zu ihrem Wesen wie die Gewaltentrennung oder freie Wahlen.

 
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