Walter direkt
Wider die allgemeine Verunsicherung

Politiker und Experten streiten über den Weg aus der Krise. Achten wir weniger darauf, was sie sagen, sondern mehr darauf, was die Verantwortlichen tun. Es gibt Argumente, der allgemeinen Verunsicherung zu misstrauen.
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Große Krisen wecken Ängste und je länger die Krise dauert, umso stärker wandelt sich die Angst in Misstrauen, ob Staat und Institutionen diese Krise wohl in den Griff bekommen werden. Diesen Prozess konnte man in den vergangenen Jahren präzise in den Medien nachvollziehen.

Die mit dem Ausbruch der Krise aufkommende Angst vor Kursverlusten an der Börse wuchs sich aus zu einer umfassenden Angst vor einem weltweiten Konjunktureinbruch, einer verheerenden Inflation und speziell in Europa zu einer Angst vor dem Zusammenbruch der Euro-Zone.

Geradezu lehrbuchmäßig schlug im Laufe der Zeit die Angst um in ein fast abgrundtiefes Misstrauen gegen Staat und Institutionen, denen nicht zugetraut wird, die Krise zu meistern oder wenn überhaupt, dann nur auf dem Rücken der Steuerzahler. Und wenn dann noch hier zu Lande volkswirtschaftliche Experten öffentlich erbittert darüber streiten, ob denn die Bundesregierung zur Lösung der Krise das Richtige tut, schwirrt dem normalen Bundesbürger vollends der Kopf. Wem oder was soll er denn nun glauben?

Manchmal kann es sinnvoll sein, die ganze öffentliche Aufgeregtheit einfach beiseite zu schieben und das Augenmerk nicht darauf zu richten, was Politiker und Experten in den Medien so alles sagen, sondern darauf, was Menschen und Entscheidungsträger tatsächlich tun. Daran erkennt man manchmal mehr als aus dem großen, allgemeinen Palaver.

Beispiel Irland: Mich hat überrascht, wie gut Irland die Rückkehr an den Anleihemarkt gelang. Die Nachfrage nach dem Staatspapier mit einer Laufzeit von drei Monaten war hoch und der Zins mit 1,8 Prozent vergleichsweise niedrig. Das ist für mich ein erfreulicher und schlagender Beweis dafür, dass erfolgreiche Restrukturierungsbemühungen auch recht schnell honoriert werden. Das sollte die anderen Problemländer ermutigen, konsequent auf Reformkurs zu bleiben.

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Erste Erfolge bei der Krisenbewältigung

Kommentare zu " Walter direkt: Wider die allgemeine Verunsicherung"

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  • äh...der Verfasser führte die Dresdner Bank? Ich kann mich nicht erinnern das diese Zeiten für diese Bank erfolgreich war; oder habe ich da etwas nicht mitbekommen?

  • Der normale Bürger, der für seinen Lebensunterhalt hart arbeiten muss, die Hälfte seiner Einkünfte an den Staat abdrückt und verantwortungsvoll für sein Alter und andere Eventualitäten spart, bekommt halt mit, dass sein Geld im außereurop. Ausland immer weniger wert ist. Auch wird er seit nun mehreren Jahren von einer Kakophonie an Aussagen ausschließlich von Dilettanten beschallt, die sich alle nach kürzester Zeit als falsch heraus stellen. Wie soll da noch Vertrauen entstehen. Im Gegenteil, der normale Bürger sieht doch direkt, wie sein Wohlstand schwindet und er in der Politik über keine Lobby verfügt.

  • "Dass die EZB nun darangeht, die Banken gewissermaßen zu zwingen, sich wieder untereinander Geld zu leihen, ist ein gutes Zeichen, denn man darf davon ausgehen, dass die Notenbank diesen Schritt nicht „einfach so“ gegangen ist."

    Aber gebracht hat es nichts. Die Nachteinlagen sind nahezu unverändert hoch. Das beruhigt mich persönlich in keinster Weise!

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