Zschaber zündelt
Gold ist kein „sicherer Hafen“ mehr

In der Finanzkrise ist Gold zu einer Ersatzwährung geworden. Der Goldpreis ist deutlich gestiegen - doch damit nehmen auch die Risiken zu. Im Goldmarkt steckt zu viel Spekulation.
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Der Goldmarkt befindet sich im Wandel. Während früher die Schmuckindustrie für die größte Nachfrage sorgte (rund 75 Prozent) und sich der Rest auf Notenbanken, die Industrie und den sogenannten „Freeflow“ verteilte, hat sich das Verhältnis im Zuge der Subprime- und Finanzkrise deutlich verändert.

Gold wurde immer mehr als Ersatzwährung gegenüber dem US-Dollar, dem Euro oder dem japanischen Yen angesehen. Natürlich ist das eine Folge der Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken, die die Geldmenge exorbitant ausgeweitet haben und weiter ausweiten. Für die Notenbanker gilt Liquidität als das Allheilmittel gegen die Wirtschafts-, Währungs- und Finanzkrisen.

Doch diese Geldpolitik hat das Vertrauen in die Papierwährungen beschädigt – und Gold als harte Ersatzwährung gestärkt. Das ist insofern nachvollziehbar, da Gold im Gegensatz zu Papiergeld nicht beliebig vermehrbar ist. Auch ich habe 2007 begonnen mehr Gold zu kaufen.

Allerdings erhöhte sich der Anteil an privaten und institutionellen Goldkäufern im Zuge der Schuldenkrise nochmals sehr stark. Statistiken belegen, dass bereits 2009 der Anteil der Schmuckindustrie an der Goldnachfrage unter 60 Prozent fiel, da immer mehr Investoren auf den Goldmarkt aufmerksam wurden. Stattdessen erhöhte sich der der Anteil an privaten und institutionellen Investoren, vor allem aus Asien. Nach meiner Erkenntnis liegt der Anteil, der bereits durch diese besagten Investoren nachgefragt wird, bei über 30 Prozent.

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Zu viel Spekulation beim Goldpreis

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  • Das Buch "Geldsklaven" von Paul Otte erklärt auch sehr gut in was für einem Weltgeldbetrug wir gefangen sind.

    Ein Geldsystem mit einem Geldmengenwachstum von 6% geht nach 45-60 Jahren in die Senkrechte Steigung bei der Geldmenge über.

    Das Geldsystemende kann dann noch durch Anwendung von "Tricks" etwas hinausgezögert werden.
    Dazu zählen Konjunkturprogramme, Garantien ( Rettungsschirm ), Interventionen seitens der Zentralbanken und noch mehr.

    2011 sind wir bei dem Geldmengenwachstum in Europa und den USA in die Senkrechte Steigung gegangen!

    Von da an kann es nur noch 2-3 Jahre dauern bis die Geldmenge von W2 (Börsen) in W1 (Realwirtschaft) importiert wird und eine Hyperinflation bewirkt.

    Im Übrigen wird die Geldmenge M3 in den USA schon seit 2005 nicht mehr veröffentlicht!

    Warum nur?

    Und warum erfahren wir nichts darüber in den "freien" Medien? :-)

    Wir leben in einer Matrix, gefangen durch die Propagandamaschinerie des Staates und der Medien!!!

    Fördern Sie unabhängige Medien im Internet.

    Ich kann nur jedem raten, der seine Ersparnisse nicht verlieren will in Gold und Silber zu gehen.

    Kaufen sie Edelmetalle nur in physischer Form!


    Weitere Infos finden Sie unter:

    www.steuerboykott.org


    ( Gib mir die Welt plus 5 Prozent )

    http://www.youtube.com/watch?v=oXeeabwaV-s




  • Wenn ich das richtig verstehe, dann sagen Sie die wichtigste Eigenschaft des Goldes ist die Wertkonstanz. Damit stehen Sie vermutlich für eine bessere Welt, in der der Mehrwert durch Arbeit geschaffen wird und nicht durch Rendite. Sollte Ihnen aber Rendite nicht egal sein, dann ist Ihr Argument nicht schlüssig, dann wäre eher interessant, ob Sie (und Ihre Ahnen) durch das tätigen von aktiven Investitionen Ihren Wohlstand erhalten und mehren konnten oder ob sie immer nur regelmäßig in den Keller gegangen sind, um die Münzen zu polieren. Mir fällt da die Geschichte mit den fünf Talenten ein.

  • Das setzt doch aber voraus, dass die Virtualität von Währungseinheiten unbeständig ist, die Virtualität von Edelmetallen aber nicht. Gold kann man genauso wenig essen wie Dollarnoten oder Kontoauszüge. Es ist, analog zu Währungeinheiten, nur eine abstrahierte Tauscheinheit. Warum sollte beispielsweise in einer endzeitlichen Welt a lá Mad Max "Gold" eine Rolle als Währung spielen? Woher kommt also die Annahme der höheren Beständigkeit dieser Tauschobjekte?

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