Private Equity
Enttäuschte Hoffnungen im Osten

Mittelgroße US-Übernahmefonds schlagen sich mit Mega-Firmen um Abschlüsse. Seitdem die ganz großen Transaktionen ausgetrocknet sind, bemühen sich auch die ersten Adressen der Branche um kleinere Fische. Nach dem Motto „In Amerika sind wir gescheitert, probieren wir es in Schanghai“ suchen viele kleine Übernahmemanager ihr Glück in Asien und im Mittleren Osten.

Für viele Möchtegern-Spieler der Beteiligungsbranche war auch mit kleinen Fischen noch wunderbar Beute zu machen. Der überwiegende Teil der 160 Buyout-Fonds, die im vergangenen Jahr eingerichtet worden waren, zielte auf mittelständische Investitionen ab, berichtet die „Private Equity Intelligence“. Aber das Geschäft für die kleineren Fonds ist härter geworden. Da Mega-Abschlüsse derzeit auf Eis liegen, haben sich auch die großen Übernahmefirmen auf die Jagd nach bescheideneren Transaktionen begeben und heizen damit den Wettbewerb zusätzlich an. Deshalb weichen die im mittleren Marktsegment tätigen Konkurrenten nach Osten aus.

In den letzten Monaten hat das Sammeln von Kapital für Investitionen außerhalb der USA und Europas drastisch zugenommen. Im September 2007 richteten die Beteiligungsunternehmen nur 27 Fonds mit Schwerpunkt auf dem Mittleren Osten und Asien ein, verglichen mit 55 für Europa und 137 für die USA. In diesem Monat belief sich die Zahl der Fonds für nicht-westliche Investitionen auf fast 60. Das entspricht in etwa der Zahl der Fonds, die für Investitionen in Europa aufgelegt wurden. Einige dieser Fonds werden von US-Firmen ins Leben gerufen, die nun im Ausland auf Beutezug gehen wollen. Der US-Fonds Blue Ridge hat jüngst 1,45 Mrd. Dollar für Investitionen in Asien gesammelt. Sein vorhergehender Fonds über 250 Mill. Dollar ist fast komplett investiert.

Die Firmen, die sich jetzt auf Asien und den Mittleren Osten stürzen, hoffen vielleicht auf eine bessere Ausbeute, als sie sie in den USA und Europa finden können. Aber sie könnten enttäuscht werden. Es sind nicht nur die weniger bekannten Fonds, die gen Osten ziehen. TPG und Carlyle sind nur zwei der Übernahme-Giganten, die ihre Investitionen dort aufstocken. Die Großen der Branche sind wahrscheinlich besser mit den Banken und den Politikern der Region verdrahtet. Und selbst sie haben mit den dort ansässigen Fondsmanagern um Transaktionen zu kämpfen. Die Mini-Fonds stürzen sich auf ein Feld, das schon ziemlich dicht bevölkert ist.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%