Schon komisch
BMW: späte Gewissensbisse

Eine gute Ausrede zu haben, ist manchmal das wichtigste im Leben. Und eine grüne Ausrede ist immer eine gute Ausrede.
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Seit 1983 kein WM-Titel mehr? Erst ein einziger Sieg in den vergangenen drei Jahren? Drittletzter Platz bisher in der Formel-1-Rennserie? Alles kein Grund zur Panik für BMW. Dabei sein ist alles, war bisher die Devise. Doch jetzt haben die Verantwortlichen im Konzern eine entsetzliche Entdeckung gemacht: So ein Formel-1-Auto verbraucht auf 100 Kilometern locker 60 Liter feinstes Benzin und pustet bei seinen Rundfahrten Unmengen von Schadstoffen in die Atmosphäre. Und das passt natürlich überhaupt nicht zum angestrebten grünen Image des Ökopioniers BMW, der es mit fortschrittlicher Technik beispielsweise schafft, sein M6-Coupé auf einen durchschnittlichen Verbrauch von 21,4 Litern in der Stadt zu drosseln. Nun hilft nur noch eins: Bernie Ecclestone muss zum ökologischen Befreiungsschlag ausholen und für alle Formel-1-Autos Elektromotoren zur Pflicht machen. Extrapunkte gibt es für die Teams, die ihre Karosserie aus Recyclingmaterial herstellen. Dann ist BMW natürlich gern wieder dabei und fährt klaglos weiter den anderen Teams hinterher. Versprochen.

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum

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